Mo, 20. November 2017

500.000 Euro Schaden

19.02.2014 17:04

Einbrecher-Trio vor Gericht: Zwei Verurteilungen

Drei Männer aus Polen sind am Mittwoch vor einem Salzburger Schöffensenat wegen 18 Einbruchsdiebstählen in Salzburg, Oberösterreich, Tirol und der Steiermark mit einem Gesamtschaden von rund 500.000 Euro gestanden. Der 25-jährige Erstangeklagte erhielt zwei Jahre unbedingte Haft, der 28-jährige Zweitangeklagte 16 Monate unbedingte Haft. Der Prozess gegen den 47-jährigen Drittangeklagten wurde vertagt. Die Urteile sind rechtskräftig.

Das Trio war laut Anklage im Zeitraum von Mai 2012 bis Juni 2013 vor allem auf Digitalkameras, Schmuck, Parfums und hochwertige Bekleidung aus. Staatsanwältin Tanja Feichtinger warf dem 25-Jährigen zehn und dem 28-Jährigen wie auch dem 47-Jährigen jeweils vier Einbruchsdiebstähle vor. Die Männer hätten die Taten teilweise alleine, teilweise gemeinsam begangen, "um sich eine fortlaufende Einnahme zu schaffen". Alle drei Angeklagten gaben an, dass sie Schulden von einigen Tausend Euro hätten.

Die Täter hatten großteils Geschäftslokale ins Visier genommen, aber auch die Türen und Fenster von Wohnungen aufgebrochen. Gegen Ende des Jahres 2012 wurde beispielsweise aus einem Juweliergeschäft in Braunau Schmuck im Wert von rund 70.000 Euro erbeutet, und im Jänner 2013 aus einem Fotogeschäft in Graz Kameras um 110.000 Euro. Bei einem Salzburger Juwelier wurde wiederum Schmuck um 45.000 Euro gestohlen.

47-Jähriger leugnet jede Tatbeteiligung
Die beiden jüngeren Beschuldigten bekannten sich bei dem Prozess am Landesgericht Salzburg für schuldig. Der älteste Angeklagte, der in Polen bereits 19 Mal vor Gericht gestanden war und zehn Jahre im Gefängnis saß, "leugnet jede Tatbeteiligung", wie sein Verteidiger erklärte. Es gebe einen inhaftierten Entlastungszeugen, zudem habe er weitere Zeugen beantragt, "zum Beweis, dass mein Mandant zu den Tatzeiten nicht an den Tatorten war". Ein Termin für die nächste Verhandlung gegen den 47-Jährigen steht noch nicht fest.

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