Mo, 20. November 2017

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18.02.2014 15:29

Jachten & Luxusautos: Ausverkauf bei der Hypo

Nach dem Nein der österreichischen Banken zu einer Beteiligung an der Hypo-Rettung muss die Republik nun das langsame "Sterben" der Bank finanzieren - und damit jeder Steuerzahler. Doch das Debakel hat auch Profiteure. Teilweise richtige Schnäppchen können nämlich gut betuchte Interessierte auf einer Online-Plattform der Hypo erstehen - Luxusautos, Jachten und mehr. Mit diesem Ausverkauf will die Kärntner Bank alles Verwertbare veräußern, auch wenn der Erlös nur ein Tropfen auf dem heißen Stein ist.

Bei den Autos, Baumaschinen und Jachten, die angeboten werden, handelt es sich um Besitztümer von Leasing- oder Kreditnehmern, die zahlungsunfähig wurden. In all diesen Fällen - vorwiegend im südosteuropäischen Raum - hat die Hypo die Assets als Sicherheiten kassiert.

"Ihr gewünschter Kauf ist nur einen Klick entfernt"
Nicht nur auf Messen und Auktionen werden diese nun angeboten, auch online über die "Alpe Adria Asset Platform" können Interessierte fündig werden. Firmen und Privatkunden werden mit überaus freundlichen Worten begrüßt und zum Stöbern und auch Kaufen animiert: "Öffnen Sie unsere Plattform und lassen Sie sich von einem unserer Experten beraten, wir sind jederzeit gerne für Sie da! Vergessen Sie nicht: Ihr gewünschter Kauf ist vielleicht nur einen Klick entfernt."

Neue Angebote am laufenden Band
Und tatsächlich: Einen Maserati Granturismo gibt es derzeit online um 41.000 Euro - die Steuer kommt allerdings noch dazu. Ab 10.000 Euro fährt man einen Mercedes. Genauso viel muss man für ein Motorboot investieren, ab 45.000 Euro wird man zum Jachtbesitzer.

Weil nach wie vor viele Schuldner in finanzielle Turbulenzen geraten, kommen laufend neue Angebote herein. Aktuell werden etwa auch 31 Autos der Marke Fiat angeboten. Die Fahrzeuge der Baujahre 2009 bis 2010 werden allerdings nur im Paket verkauft. Als "brandheißes Objekt" wird eine Motor-Jacht der Marke Cigarette 39 Top Gun Unlimited beworben. Der Nettopreis wird mit 155.000 angegeben. Das Schiff parkt in einem Hafen im türkischen Istanbul.

Hypo-Sprecher: "Das ist keine Schnäppchenbude"
Hypo-Sprecher Nikola Donig stellte allerdings gegenüber der "Wiener Zeitung" klar: "Das ist keine Ramsch- und Schnäppchenbude. Man verkauft hier zu Markt- und nicht zu Schleuderpreisen."

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