Mi, 18. Oktober 2017

Nordische Kombi

18.02.2014 13:28

Gruber Fünfter, Gold und Silber für Norwegen

Der Salzburger Bernhard Gruber (im Bild) hat am Dienstagnachmittag im Olympia-Bewerb der Nordischen Kombinierer von der Großschanze mit 11,3 Sekunden Rückstand auf den Sieger den fünften Platz geholt. Gold schnappte sich im Zielsprint der Norweger Jörgen Graabak vor seinem Landsmann Magnus Moan (+0,6 Sekunden), Bronze ging an den deutschen Fabian Rießle (+1,6).

Gruber war nach einem Satz auf 136,5 Meter im Springen mit 22 Sekunden Rückstand auf den deutschen Halbzeit-Leader Eric Frenzel noch auf der dritten Stelle gelegen, verlor seinen Podestplatz aber in der Loipe beim allerletzten Anstieg rund einen Kilometer vor dem Ziel. Für die weiteren Österreicher waren die Spitzenplätze außer Reichweite. Lukas Klapfer, Christoph Bieler und Mario Stecher belegten die Ränge 15, 17 und 19.

Gruber trauert Medaille nach
"Die anderen haben einfach Gas gegeben und ich bin nicht mehr mitgekommen. Ich bin irgendwie nicht mehr vorangekommen, die waren einfach zu schnell am Schluss. Es ist schon gut, aber bei Olympia zählen halt nur die ersten Drei. Ich habe gekämpft wie ein Löwe, dass sich eine Medaille ausgeht. Es tut weh", trauerte Gruber seiner Chance nach.

Auch vom Rennverlauf selbst konnte er sich nichts vorwerfen. Kein Wunder, war er doch sehr lange in der absoluten Spitze mitgelaufen und hatte auch Führungsarbeit geleistet. "Ich habe geschaut, dass ich bei den Abfahrten immer vorne bin. Das Material war bombig. Da habe ich unten echt schauen müssen, dass es mich nicht auf den Gegenhang 'raufschmotzt'", berichtete Gruber.

ÖSV-Cheftrainer Christoph Eugen analysierte das Rennen folgendermaßen: "Bernie hat einen guten Wettkampf gemacht, aber es ist sich leider nicht ausgegangen. Ich habe zuerst ein sehr gutes Gefühl gehabt. Beim langen Anstieg am Schluss hat er es nicht ganz geschafft. Aber ich bin mit dem Bernie zufrieden."

Deutschen fahren sich gegenseitig um
Für die mannschaftlich enorm starken Deutschen wäre mehr drinnen gewesen. Doch ein Missgeschick machte ein noch besseres Resultat zunichte, darum konnte sich Rießle zunächst nicht über seinen dritten Rang freuen. Er hatte in der vorletzten Spitzkehre Landsmann Johannes Rydzek derart bedrängt, dass dieser zu Fall kam. Die beiden Deutschen lagen zu diesem Zeitpunkt auf den Rängen zwei und drei, Moan zog vorbei, Rießle holte noch Bronze.

Rydzek wurde gleich hinter der Ziellinie lautstark zu Rießle. "So schnell geht's im Sport. Die Emotionen sind groß gewesen, die Enttäuschung auch. Er konnte ja nicht wirklich etwas dafür", sagte Rydzek, der auf Platz acht zurückfiel.

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