Mo, 23. Oktober 2017

10 Pferde vergiftet

17.02.2014 16:30

Stallbesitzerin: „Vermute gezielten Racheakt“

Wut, Trauer, Fassungslosigkeit - ein hinterhältiger Fall von Tierquälerei erschüttert die Reitschule Altmann im idyllisch gelegenen burgenländischen Seewinkel. Am Donnerstag wurden zehn Springpferde gezielt vergiftet. Ein Tier musste bereits eingeschläfert werden, weitere drei ringen mit dem Tod.

Immer wieder schüttelt Helga Altmann beim "Krone"-Lokalaugenschein den Kopf. Ungläubig streichelt sie ihre Schützlinge. Zumindest jene, die von dem Tierhasser verschont wurden. Ein Pferd ist bereits verloren, drei weitere ringen auf der Veterinärmedizinischen Universität mit dem Tod.

"Vermute einen gezielten Racheakt"
Was war passiert? Am Donnerstag zeigte ein Pferd erste Anzeichen einer Kolik - Lebensgefahr! Dann noch eins, dann noch eins. Insgesamt wurden acht Pferde nach Wien gebracht. Dort kämpfen die Veterinäre seither um das Leben der bis zu 50.000 Euro teuren Rösser.

Ein wertvolles Turnierpferd musste bereits eingeschläfert werden. Ein Tier konnte notoperiert werden, das Leben von weiteren drei Artgenossen hängt am seidenen Faden. Über den Täter herrscht ebenso Rätselraten wie über das Gift. "Ich vermute einen gezielten Racheakt. Wir haben 35 Tiere, aber ausgerechnet die wertvollsten unserer Lieblinge sind erkrankt", so die Stallbesitzerin.

Alle Pferde erhalten dasselbe Futter
Versorgt werden alle Pferde aus derselben Futtertonne. Alle erhalten das gleiche Heu. Der Täter muss also genau gewusst haben, was er tat. Helga Altmann weiß nicht, wie es weitergehen soll, die Tierarztkosten sind horrend. Nur zwei der erkrankten Tiere konnten auf dem Hof bleiben und dort behandelt werden. "Lesley" und "Big Boss" - sie sind jung und haben den Anschlag besser verkraftet.

Während alle im Stall hoffen, dass auch die anderen ihren Überlebenskampf gewinnen, hat die Suche nach dem feigen Täter begonnen. Kriminalisten nahmen Boxen, Futterkammer und Sattelplatz genau unter die Lupe. So hofft die Polizei, dem Tierquäler auf die Schliche zu kommen. Eine Obduktion des toten Pferdes soll in den nächsten Tagen Aufschluss darüber geben, welches Gift verabreicht wurde. Die Angst der Stallbesitzer aber bleibt. Was, wenn der Täter neuerlich zuschlägt?

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).