Sa, 18. November 2017

Vor Japaner Ito

14.02.2014 20:04

Michael Hayböck auch Bester der Großschanzen-Quali

Mit einem Satz auf 131 Meter hat Michael Hayböck wie schon auf der Normalschanze auch auf dem großen Bakken in Krasnaja Poljana die Qualifikation für den olympischen Skisprung-Bewerb für sich entschieden. Der Oberösterreicher gewann vor dem Japaner Daiki Ito (130,5 m). Klar qualifiziert hat sich auch Thomas Morgenstern als Sechster (128,0) mit seinem bisher weitesten Sprung.

Mit von der Partie sind natürlich auch die vorqualifizierten ÖSV-Adler: Gregor Schlierenzauer, der nach einem Experiment nur bei 124,5 Metern landete, und Tourneesieger Thomas Diethart (131). Die zweite Olympia-Entscheidung der Skispringer geht am Samstag (18.30 Uhr) in Szene. Nicht am Quali-Start war nach einem 136-Meter-Probesprung der bärenstarke Normalschanzen-Olympiasieger Kamil Stoch (Polen).

Hayböck: "Versuche das Zeug, das ich drauf habe, abzurufen"
Hayböck, der auf dem kleinen Bakken - als Dominator bis zum Wettbewerb - Fünfter geworden war, ist nun guter Dinge. "Ja, das war jetzt schon der beste Sprung auf dieser Schanze. Wir haben noch ein bisschen was herumgedoktert, geschaut, dass in der Hocke wieder alles passt", sagte er. Der Oberösterreicher will jetzt möglichst wenig am Setup ändern. "Das sollen die anderen probieren, dass sie noch irgendwo Reserven lockern und sich ein wenig verkopfen. Ich versuche das Zeug, das ich drauf habe, abzurufen."

Und er hat wieder ein bisschen mehr Selbstvertrauen geschöpft. "Eine Medaille ist drinnen, wenn alles zusammenpasst, das traue ich mich sagen." Dass er nun als größte ÖSV-Hoffnung gehandelt wird, will Hayböck gar nicht wirklich glauben, weil es seine anderen drei Teamkollegen "genauso draufhaben".

Schlierenzauer: "Das war heute sicherlich ein Schritt zurück"
Der 52-fache Weltcupsieger Gregor Schlierenzauer könnte in etwas mehr als 24 Stunden am Ziel seiner Träume sein, doch der Weg zum ersehnten ersten Einzel-Gold wird hart. "Stimmt, das war heute sicherlich ein Schritt zurück im Vergleich zu gestern. Ich habe vom Setup her ein bisschen was probieren müssen, weil es mich gejuckt hat. Das ist aber ein bisserl in die falsche Richtung gegangen", gestand der 24-jährige Tiroler. Darum wird er am Samstag wieder mit dem anderen Material springen.

Morgenstern: "Habe relativ gute Sachen gespürt"
Für seinen langjährigen Teamkollegen Thomas Morgenstern gab es am Freitag den sechsten Rang, der den Kärntner freute. "Ich habe relativ gute Sachen gespürt beim letzten Sprung. Es sind noch Nuancen, das sind fünf Meter, die noch abgehen." Das Wichtigste für ihn ist aber wohl, dass die Unsicherheit vom ersten Training fast weggeblasen ist. "Das ist bei Weitem nicht mehr vergleichbar mit dem Training von vor zwei Tagen. Im Großen und Ganzen ist es mehr oder weniger weg. Es baut sich immer mehr Sicherheit auf. Zu verlieren habe ich nichts."

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