Mo, 18. Dezember 2017

"Leistung abgerufen"

14.02.2014 19:29

Flock fand als Skeleton-Neunte das Lächeln wieder

Die Medaillenchance ist bereits zur Halbzeit dahin gewesen, der olympische Skeletonbewerb hat für Janine Flock aber ein versöhnliches Ende gefunden. Die Tirolerin machte am Freitag in den Läufen drei und vier insgesamt vier Plätze gut und beendete ihr Debüt im Zeichen der fünf Ringe als Neunte. Gold sicherte sich die britische Weltcupgesamtsiegerin und Topfavoritin Elizabeth Yarnold.

Je näher der Wettkampf gekommen war, desto mehr hatte Flock gespürt, wie ihre Lockerheit verloren ging und die Beine verkrampfen, hatte die 24-Jährige am Donnerstag zu Protokoll gegeben. Am Freitag kehrte das strahlende Lächeln aber in ihr Gesicht zurück. "Definitiv. Ich bin froh, dass ich heute meine Leistung abrufen konnte. Und dass ich mich stetig nach vorne arbeiten habe können. Ich genieße es jetzt", sagte Flock.

"Ich war motiviert und wollte mich nach vorne arbeiten"
Mit dem ersten Tag könne sie natürlich nicht zufrieden sein. Sie habe einfach mit dem Druck nicht umgehen können. "Ich war zu nervös am Start, das hat mir einen Strich durch die Rechnung gemacht. Heute war die Nervosität weg. Anspannung ist immer da, aber ich habe es besser auf den Punkt gebracht. Ich war motiviert und wollte mich nach vorne arbeiten."

Es seien erfahrungsreiche Spiele für sie gewesen, sie könne sehr viel mitnehmen für die nächsten Rennen. Auf Siegerin Yarnold fehlten am Ende 3,14 Sekunden - und auch einige Kilogramm an Gewicht. Flocks Freund Matthias Guggenberger glaubt, dass Janine zu leicht für diesen Eiskanal ist, es sei auf dieser Bahn wegen der Bergauf-Passagen definitiv Gewicht entscheidend.

"So wie bei Yarnold, die bringt extrem viele Kilos auf die Waage, das treibt natürlich über die Bergauf-Stückerl drüber. Aber ich will mich nicht darauf ausreden, es muss jeder seine Leistung bringen", sagte die Rumerin sportlich fair.

Yarnold siegt vor Pikus-Pace und Nikitina
Die 25-jährige Yarnold setzte sich mit 0,97 Sekunden Vorsprung auf die US-Amerikanerin Noelle Pikus-Pace und 1,41 auf die Russin Jelena Nikitina durch. Pikus-Pace hatte das Weltcupfinale in Königssee, das als EM gewertet wurde, vor Flock gewonnen. Das Rennen war wegen Schlechtwetters in nur einem Lauf ausgetragen worden. Dieser Titel hatte Flock in eine Mitfavoritenrolle für die Winterspiele gebracht. Und - etwas zu viel - Druck auf ihre Schultern geladen.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden