Do, 23. November 2017

Prozess in Äthiopien

14.02.2014 08:39

Täter nach Raubmord an Österreicher verurteilt

Nach einem Jahr ist der Mord an einem 27-Jährigen aus Schalchen in Oberösterreich beinahe gesühnt: Der Innviertler war - wie berichtet - im Jänner 2013 bei einem Raftingurlaub mit Freunden in Äthiopien von Einheimischen überfallen, beraubt und getötet worden. Die Mörder fassten nun Haftstrafen zwischen 18 und 21 Jahren aus.

Der Raubmord-Fall hatte bei uns für viel Aufsehen gesorgt, im Heimatort des 27-Jährigen war die Anteilnahme riesengroß. Bei der Beerdigung war die Kirche so überfüllt, dass die Messe auf den Friedhof übertragen werden musste, wo über hundert Trauergäste standen.

Ein Jahr später ist die Bluttat nun beinahe gesühnt. Der Haupttäter wurde zu 21 Jahren Haft verurteilt, sein unmittelbarer Beitragstäter fasste 19 Jahre, drei weitere Komplizen jeweils 18 Jahre Strafhaft aus.

Urteile zu mild - Staatsanwalt legt Berufung ein
Doch die Urteile sind nicht rechtskräftig, wie der Gesandte Martin Weiß vom Wiener Außenministerium auf "Krone"-Anfrage berichtet: "Die Angeklagten haben die Strafen angenommen, aber der äthiopische Staatsanwalt hat dagegen berufen, weil ihm die Urteile zu mild sind." Es wird also zu einer Berufungsverhandlung vor dem Obergericht kommen, aber auch dieser Prozess soll bald über die Bühne gehen.

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