Sa, 18. November 2017

Umfrage zeigt:

13.02.2014 16:30

Mehrheit der Unternehmer lehnt neue „Mahü“ ab

Sackgassen, fehlende Haltemöglichkeiten und "Parkplatz-Diebstahl" im großen Stil lassen viele Wiener Unternehmer in Neubau und Mariahilf an der neuen Verkehrslösung zweifeln. Laut einer Umfrage im Auftrag der Wirtschaftskammer lehnen 70 Prozent der Betriebe die aktuelle "Mahü"-Lösung ab. Befragt wurden rund 1.000 Unternehmer.

Mit einer Milliarde Euro Umsatz jährlich ist die Mariahilfer Straße Österreichs größte Einkaufsstraße. Eine Durchzugsroute für den Individualverkehr war sie nie, aber die Durchfahrt war für den Wirtschaftsverkehr bisher mehr als nur wichtig.

"Die neue Verkehrslösung mit fehlenden Querungen, den umgedrehten Einbahnen, den neuen Sackgassen und den fehlenden Parkmöglichkeiten - immerhin sind 800 Parkplätze für Kunden verloren gegangen - ist aus Sicht der Unternehmer klar durchgefallen", erklärt Wirtschaftskammer-Chefin Brigitte Jank.

Überdurchschnittlich hoch ist die Ablehnung beim Handel, beim Handwerk und in der Gastronomie. 31 Prozent der Betriebe an der Mahü und in den Nebengassen klagen mittlerweile über Umsatzrückgänge, verbunden mit einem Kundenschwund. Neun von zehn Befragten wollen Querungen zwischen den Bezirken.

Vassilakou: "Meine Tür ist offen"
Die Wirtschaftskammer-Chefin fordert eine Rückkehr an den Verhandlungstisch, um eine Verkehrslösung anzustreben: "Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein derartiges Votum negiert wird."

"Meine Tür ist offen. An den Querungen soll es meiner Meinung nach nicht scheitern", signalisiert jetzt Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou Gesprächsbereitschaft. Unbestritten gebe es nach wie vor Skepsis, zahlreiche Unternehmen seien aber auch sehr froh über die Verkehrsberuhigung, zeigte sich Vassilakou überzeugt.

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