Sa, 18. November 2017

Lebensretter

16.02.2014 07:00

Diese Stars wurden im Alltag zu echten Helden

"Dirty Harry" Clint Eastwood hat kürzlich einen Mann vor dem Ersticken gerettet. Und der 83-Jährige ist bei Weitem nicht der einzige Schauspiel-Grande, der abseits der Leinwand viel Mut und Geistesgegenwart bewiesen hat.

Die Szene beim ausklingenden Abendessen nach dem Golfturnier Pebble Beach National Pro-Am schien filmreif: Turnierleiter Steve John, 50 Jahre alt und 100 Kilo schwer, verschluckte sich so ungnädig an einem Stück Käse, dass er keine Luft mehr bekam und zu röcheln begann. Clint Eastwood reagierte blitzschnell, umfasste Steve von hinten und wandte das sogenannte Heimlich-Manöver an, einen festen Druck gegen Bauch und Brustkorb, der die Atemwege wieder frei macht.

"Ich schaute ihm in die Augen und sah diesen panischen Blick, den Leute haben, wenn sie ihr Leben an sich vorbeiziehen sehen", sagte der 83-jährige Leinwand-Star nach seiner Rettungsaktion. "Es sah übel aus." Und es war auch für den preisgekrönten Schauspieler und Produzenten das erste Mal, dass er mit diesem (nach dem Arzt Henry J. Heimlich benannten) Erste-Hilfe-Griff helfen musste.

Kate Winslet rettete alte Lady
Auch andere Größen aus dem Film-Business wurden schon im wirklichen Leben auf die entscheidende Probe gestellt. Kate Winslet geriet einmal in eine Feuersbrunst, als sie auf der Luxusinsel Necker Island des Multimillionärs Richard Branson Urlaub machte (sie ist mittlerweile mit Bransons Neffen Ned Rocknroll verheiratet, ihr gemeinsamer Sohn Bear kam im Dezember 2013 zur Welt). Die blonde Hollywood-Beauty trug die damals 90-jährige Mutter des Gastgebers, Eve, huckepack aus den Flammen. Kate soll einfach nur großartig gewesen sein.

Blitzschnell reagierte auch Dustin Hoffmann, als er durch den Londoner Hyde Park spazierte und plötzlich neben ihm ein Jogger zusammenbrach: Herzinfarkt. Dustin bewahrte einen kühlen Kopf, er brachte den Läufer in eine stabile Seitenlage, rief den Notarzt und wartete, bis die Sanitäter eintrafen. Erste Hilfe leistete auch "Monster"-Darstellerin Charlize Theron am Rande der letzten Oscar-Preisverleihung in Los Angeles. Dort erlitt ein Sicherheitsmann einen Schlaganfall. Theron wusste genau, was zu tun war, roter Teppich hin oder her.

Malkovich stoppte Blutung
Noch dramatischer fiel die Rettungsaktion aus, in die John Malkovich, 60, in Toronto geriet. Der Schauspieler, der auf der Leinwand schon jede Menge Bösewichte und sogar Serienkiller dargestellt hat, wurde im Juni 2012 Zeuge, wie ein Unbekannter an einer Baustelle stolperte und sich an einem Baugerüst die Kehle aufschnitt. Malkovich drückte ihm ein Tuch auf die Wunde und stoppte die Blutung.

Dass es oft nur ein kleiner Schritt von einer Film-Rolle als Herr Doktor zu einem Hilfseinsatz im richtigen Leben sein kann, erfuhr "Dr. Shepard" aus "Grey's Anatomy", als sich ein Teenager im Auto überschlug. Und in Patrick Dempseys Garten landete. Der Seriendarsteller holte das Brecheisen und befreite den jungen Mann aus dem Wrack. Dessen erste verdutzte Worte waren nur: "Sind Sie berühmt?" Der smarte TV-Neurochirurg hielt es für das Beste, den glücklicherweise nur leicht verletzten Jungen mit seinem Rollen-Alter-Ego zu beruhigen. "Ich bin Arzt", sagte Dempsey schlicht.

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