Mo, 18. Dezember 2017

Experten fordern:

13.02.2014 08:59

Elfenbein-Handelsverbot zur Rettung der Elefanten

Staatsleute aus aller Welt treffen sich am 13. Februar in London zu einem Gipfel, um sich der eskalierenden Wilderei anzunehmen. Der internationale und inländische Elfenbeinhandel soll dauerhaft verboten und alle regierungseigenen Elfenbein-Vorräte sollen zerstört werden.

Dies fordern 23 Umwelt-, Artenschutz- und Tierschutz-Organisationen aus 14 Ländern anlässlich des Treffens mit dem britischen Premierminister David Cameron als Gastgeber und unter Teilnahme von Prinz Charles und Prinz William.

Elefanten vom Aussterben bedroht
Rund 50.000 Elefanten sind allein im vergangenen Jahr dem "Elfenbein-Hunger" - vornehmlich aus China - zum Opfer gefallen, so schätzen Experten. Wilderei in einem Ausmaß wie seit den 80er-Jahren nicht mehr. Ohne sofortige Maßnahmen zur Beendigung des Elfenbeinhandels dürften Elefanten in weiten Teilen ihres Verbreitungsgebiets in Afrika und Asien bald ausgestorben sein.

45 Tonnen Elfenbein beschlagnahmt
In den letzten sechs Jahren haben Polizeikräfte in Afrika, Asien und anderswo große Mengen illegalen Elfenbeins abgefangen. Allein 2013 wurden mindestens 45 Tonnen beschlagnahmt. Aber Schätzungen gehen davon aus, dass 90 Prozent des illegal gehandelten Elfenbeins durch die Netze der Behörden gehen. Der Großteil davon landet in China, wo es zu Eßstäbchen, Schmuck und Schnitzereien verarbeitet wird.

"Müssen Handel unterbinden"
Auch Japan bleibt ein wichtiger Verbraucher illegaler Elefantenstoßzähne; dies, weil ein "Registrierungsverfahren" der Regierung alljährlich tonnenweise Elfenbein unbekannter Herkunft legalisiert. Mary Rice, Geschäftsführerin der Environmental Investigation Agency: "Wir müssen jeglichen Elfenbeinhandel unterbinden, egal ob international oder landesintern."

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