Mi, 18. Oktober 2017

"Grenzen erreicht"

11.02.2014 18:28

Burn-out: Professor fordert 30-Stunden-Woche

Gefühlt gibt es keinen Arbeitnehmer mehr, der nicht über Stress, wenn nicht sogar "Ausgebranntsein" klagt. Und die explodierenden Burn-out-Zahlen in Österreich (500.000 Betroffene!) bestätigten diese subjektive Einschätzung. Wenn es nach Uni-Professor Jörg Flecker geht, hilft da nur eins: die Einführung der 30-Stunden-Woche.

Firmenchefs und Unternehmer werden jetzt vermutlich die Hände über dem Kopf zusammenschlagen. So fordert doch der Wiener Uni-Professor Flecker ein Umdenken in der heimischen Arbeitswelt und eine Reduzierung der Wochenarbeitszeit auf 30 Stunden.

Denn der Soziologe ist davon überzeugt: "Steigender Leistungsdruck im Job, vermehrter Konkurrenzkampf mit den Kollegen und die angespannte Stimmung am Arbeitsplatz - das alles überfordert und stresst Herrn und Frau Österreicher ungemein. Je mehr von uns gefordert wird, desto mehr Zeit zum Regenerieren sollte zur Verfügung stehen. Ansonsten droht der völlige Zusammenbruch. Die Grenzen der Arbeitnehmer sind erreicht."

500.000 Österreicher von Burn-out betroffen
Und die Zahlen geben dem Professor recht. So sind aktuell eine halbe Million Österreicher von Burn-out betroffen. Die Dunkelziffer schätzt Psychiater Alexander Bernhaut allerdings um vieles höher ein.

Seit Jahren steigt die Zahl der psychosomatischen Beschwerden, die Betroffene in lange Krankenstände zwingen. Auch Depressionen können durch widrige Job-Umstände ausgelöst werden. "Fest steht", so Soziologe Flecker gegenüber der "Krone": "Psychische Erkrankungen sind mittlerweile die häufigste Ursache für den Gang in die Invaliditätspension."

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).