Di, 24. Oktober 2017

Bitcoin-Apps offline

11.02.2014 09:36

Mann schießt aus Protest gegen Apple iPhone kaputt

Weil Apple seit Monaten Apps für die digitale Währung Bitcoin aus seinem App Store entfernt, hat ein erzürnter US-Amerikaner demonstrativ sein iPhone zerschossen und das Video auf YouTube gestellt. Dem Clip waren die Schließung der letzten verbliebenen Bitcoin-App Blockchain und ein Protest auf der Diskussionsplattform Reddit vorausgegangen.

Apple-User, welche die digitale Währung Bitcoin nutzen, können am iPhone nun nicht mehr mit ihren virtuellen Münzen zahlen. Naturgemäß sind viele iPhone-Besitzer mit Bitcoin-Vermögen deshalb nicht allzu gut auf den Computerkonzern aus Cupertino zu sprechen.

Im Online-Diskussionsforum Reddit trieb das Aus für den Bitcoin im App Store besonders seltsame Blüten. In einem Forenbeitrag bot ein Nutzer Bitcoin-Jüngern, die aus Protest gegen Apples Vorgehen ihr iPhone zerstören, sechs kostenlose Nexus-5-Smartphones an. Für Googles Mobilbetriebssystem Android gibt es die Bitcoin-Apps nämlich weiterhin.

Neues Nexus 5 für ein zerschossenes iPhone
Der Mann im Video, der sich als Ryan vorstellt, folgte dem Aufruf. Mit mehreren Schüssen aus Sturm- und Scharfschützengewehr machte er seinem iPhone 4S publikumswirksam den Garaus und legte das Video im Onlineforum vor. Wie die Ingenieurszeitschrift "IEEE Spectrum" berichtet, hat er sich damit für ein kostenloses Nexus 5 qualifiziert.

Der Unmut unter den App-Store-Nutzern über die Entfernung der Bitcoin-Apps hält derweil an. Zuletzt goss auch noch der Hersteller der entfernten Bitcoin-App Öl ins Feuer. "Diese Aktionen von Apple demonstrieren einmal mehr die wettbewerbswidrige und launische Natur der App-Store-Bedingungen, die sich klar darauf konzentrieren, Apples Monopol auf mobile Bezahlmöglichkeiten zu erhalten, ohne die Kunden in irgendeiner Form zu berücksichtigen", heißt es in einer Stellungnahme von Blockchain.

Licht und Schatten einer digitalen Währung
Ungeachtet der Kritik an Apple war die digitale Währung in den vergangenen Monaten immer wieder unter Beschuss geraten, da sie oft in Zusammenhang mit Cyberkriminalität gebracht wurde.

So wurde der Bitcoin etwa als Zahlungsmittel auf der Online-Drogenplattform Silk Road bekannt, deren mutmaßlicher Betreiber sich mittlerweile vor Gericht verantworten muss (siehe Infobox). Und auch zur Geldwäsche soll der Bitcoin bereits genutzt worden sein. In Ländern wie China und Russland geht man deshalb bereits gegen die Cyber-Währung vor (siehe Infobox).

Der Bitcoin kann aber auch für ganz legale Aktionen verwendet werden, zuletzt gaben sogar Pizza-Lieferdienste bekannt, die digitale Währung als Zahlungsmittel zu akzeptieren (siehe Infobox). iPhone-Nutzer können diese legalen Dienste nach dem Aus für die Bitcoin-Apps im App Store allerdings nicht mehr mobil nutzen.

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