Mi, 22. November 2017

„Dumpfe Schreie“

11.02.2014 09:50

Kärntner retten Mädchen (7) aus tiefem Schneeloch

Dramatische Rettungsaktion im Skiparadies Nassfeld: Ein Urlauberkind aus Salzburg war auf einer vereisten Schneedecke eingebrochen und drei Meter tief in ein Bachbett gestürzt. Techniker Daniel Waldner (Bild) und ein Hotelmanager starteten sofort eine Suchaktion und befreiten das siebenjährige Kind aus dem eisigen Schneeloch.

Die eben erst aus Salzburg angekommenen Eltern waren gerade damit beschäftigt, das Gepäck ins Zimmer zu tragen, während die Siebenjährige und die Oma vor dem Hotel warteten. Doch plötzlich war das Mädchen weg, spurlos verschwunden!

"Ich sprach mit einem benachbarten Hotelmanager gerade darüber, wie wir der Schneemassen auf den Dächern Herr werden können, als uns eine ältere Dame vom Verschwinden des Kindes informierte", so Daniel Waldner, der Cheftechniker des Robinson-Clubs Schlanitzen Alm. Der 33-Jährige aus Dellach im Gailtal und sein Gesprächspartner begannen sofort zu suchen, vom Kind war allerdings nichts zu sehen. Waldner: "Ich hörte zwar ein dumpfes Schreien, konnte das aber nicht lokalisieren."

"Kleine Spuren im Schnee entdeckt"
Die Zeit drängte, es begann wieder zu schneien - und es dämmerte bereits. Ein Schaufler hatte das Kind zwar beim Spielen im Schnee beobachtet, es aber dann aus den Augen verloren. Waldner: "Ich hab mich auf einen Hügel gestellt und plötzlich kleine Spuren entdeckt - und dann ein Loch in der Schneedecke!"

Während der Manager den Techniker an den Beinen festhielt, tauchte Waldner kopfüber ins Loch, packte das verzweilfelte Kind an den Oberarmen und befreite es so aus dem eisigen Schneeloch aus drei Metern Tiefe. "Ich bin froh, dass wir das Mädchen gefunden haben, ehe ich Alarm schlagen musste", ist Lebensretter Daniel Waldner erleichtert. "Als ich das Kind im Schneeloch entdeckte, hat es mich verzweifelt angeschaut, das werd' ich nie vergessen..."

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