Sa, 16. Dezember 2017

"Hardcore-Süchtiger"

10.02.2014 11:27

Dealer: Hoffman spritzte zehnmal täglich Heroin

Der angebliche Drogendealer Robert Vineberg, der vergangene Woche im Zusammenhang mit Philip Seymour Hoffmans Tod festgenommen wurde, hat in einem Interview mit der "New York Post" nun zum ersten Mal von seiner Beziehung zu dem Schauspieler erzählt. Unter anderem verriet Vineberg dabei, dass Hoffman zehnmal am Tag Heroin gespritzt haben soll.

Die beiden seien Freunde gewesen, behauptet Vineberg, der nach seiner Verhaftung nun auf der Gefängnisinsel Riker Island einsitzt. Sie hätten viel über Kunst und Literatur gesprochen. Auf die Frage, ob er Hoffman auch Drogen verkauft habe, wollte er nicht antworten.

Vineberg wusste allerdings zu berichten, dass der 46-jährige Schauspieler, der 2006 für seine Rolle als Schriftsteller Truman Capote in "Capote" mit dem Oscar ausgezeichnet wurde, ziemlich stark abhängig war. Hoffman habe zehnmal am Tag Heroin gespritzt, wird Vineberg von der "New York Post" zitiert. Die rund 50 Tütchen Heroin, die in Hoffmans Wohnung gefunden wurden, so der Dealer weiter, seien der "Vorrat für eine Woche" gewesen. "Er war ein Hardcore-Süchtiger", so Vineberg im Interview über den Hollywoodstar.

"Hätte ihn retten können"
Wer Hoffman den Stoff verkaufte, an dem er schließlich starb, wisse er nicht. Er habe den Schauspieler zuletzt im Oktober getroffen, da sei er high gewesen. Im Dezember habe Hoffman schließlich noch einmal auf seine Mailbox gesprochen. "Ich bin clean", habe seine Nachricht gelautet. Kurz davor hatte der Star seinen Entzug absolviert.

Vineberg, der laut einer Aussage eines Vertrauten von Philip Seymour Hoffman dessen Hauptdrogendealer gewesen sein soll, beteuerte im Interview außerdem, er fühle sich nach dem Tod des Schauspielers schuldig. Der angebliche Dealer behauptet, er hätte Hoffman geholfen, von den Drogen wegzukommen, hätte er gewusst, wie es um ihn steht. "Ich hätte ihn retten können", wird Vineberg zitiert. "Wenn ich gewusst hätte, dass er in der Stadt ist, hätte ich ihn zu einem Treffen der Anonymen Alkoholiker gebracht. Wenn ich bei ihm gewesen wäre, wäre das nicht passiert."

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