Di, 24. Oktober 2017

Unfall im Libanon

05.02.2014 16:37

Österreichischer UN-Beobachter tödlich verunglückt

Österreichs Blauhelme im Libanon haben die schwarze Fahne aufgezogen! Denn in der Nacht zum Mittwoch stürzte einer ihrer Kameraden in der Küstenstadt Tyre vom Balkon in den Tod. Die Militärpolizei versucht die Unfallursache zu klären. Der Wiener Major (44) hinterlässt eine Ehefrau und zwei Kinder.

Fatal endete die vierte Auslandsmission des Milizsoldaten. Bereits sieben Monate stand der UNO-Beobachter in Tyre im Einsatz, um den Waffenstillstand zwischen Israel und dem Libanon zu überwachen. Gegen Mitternacht kam es zur Tragödie: Der Blauhelmsoldat stürzte aus dem elften Stock in die Tiefe – er war sofort tot.

Örtliche Kriminalisten und Militärpolizisten konnten die genaue Ursache des Todessturzes bislang noch nicht klären. Der Verstorbene war Mitglied einer fünfköpfigen rot-weiß-roten Beobachtergruppe im Rahmen der UNTSO-Mission (United Nations Truce Supervision Organisation).

Kameraden sind tief betroffen
Dessen ungeachtet herrscht auch unter den 160 Österreichern, die rund eine Autostunde entfernt, im "Camp Naqura", ebenfalls am Meer ihren Dienst versehen, Betroffenheit. Auch wenn sie einer anderen UNO-Einheit angehören, so kommen etliche dieser Blauhelme bei ihren Fahrten durchs Land immer wieder in der malerischen einstigen Kreuzfahrerstadt vorbei. Einige kannten den verstorbenen Major persönlich.

Indes hat sich die Lage der österreichischen UNIFIL-Truppe auch in den letzten Monaten nicht verbessert. Immer stärker spürt man den Flüchtlingsdruck aus Syrien. Hunderttausende hoffen hier auf ein Ende des blutigen Bürgerkrieges.

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