So, 19. November 2017

Spuren gesichtet

05.02.2014 08:18

Fachmann: „Wölfe schwimmen sogar durch die Donau“

Ein vierbeiniger grauer Jäger streift durch heimische Wälder. Wie berichtet, haben Waidmänner nahe Türnitz in Niederösterreich ein gerissenes Hirschkalb entdeckt. Die Spuren weisen auf einen Wolf hin. Wie der Isegrim ins Traisental kam? Wildökologe Auer: "Flüsse sind kein Hindernis. Diese Tiere durchschwimmen sogar die Donau."

Obwohl streng geschützt, hat es der Wolf meist recht schwer, als nützlicher Waldbewohner akzeptiert zu werden. Auch an Stammtischen im Bezirk Lilienfeld wollen viele schon die Büchse schultern und auf die Pirsch gehen, nachdem die Wolfsspuren gesichtet worden sind. "Nur das nicht", ist Jürgen Auer entsetzt. Der Ökologe begrüßt die Zuwanderung der einst in unseren Breiten ausgestorbenen Tiere.

Der Isegrim von Türnitz dürfte – ebenso wie ein Artgenosse, der zurzeit im Schneeberg-Rax-Gebiet herumstreift – aus dem Norden gekommen sein. "Sie folgen den uralten Routen des Wildes, überwinden dabei schwimmend Flüsse und sogar Seen", erklärt der Fachmann.

Eine bedeutende Rolle im Ökosystem der heimischen Forstgebiete schreibt Bernhard Kohler vom WWF den Jägern im grauen Pelz zu: "Sie würden Hirsche, Rehe und Gämsen im Zaum halten. Dadurch gäbe es weniger Verbiss, der vor allem den Lawinenschutzwäldern in den Bergen zusetzt." Neben Wölfen könnten auch mehr Bären und Luchse für eine natürliche Regulierung der Wildbestände sorgen, betont der Naturschutzexperte.

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