Mo, 28. Mai 2018

31. Jänner 2014

31.01.2014 12:13

Mein Sotschi

Vor knapp einem Jahrzehnt war ich das erste Mal in Sotschi – auf Einladung von Wladimir Putin, der mir damals die Idee von Winterspielen in dieser Region am Mittelmeer schmackhaft machte. Seitdem bin ich ungefähr zehnmal in Sotschi, diesem weltberühmten Bade- und Kurort, gewesen, und habe mich dort jedesmal gut gefühlt.

Die Stadt, die sich kilometerlang an der mit Palmen geschmückten Küste hinzieht und 350.000 Einwohner zählt, hat ein spezielles Flair. Das liegt an seinem subtropischen Klima. Sotschi ist die nördlichste Stadt der Welt, die subtropisch ist. Man bedenke, dass Sotschi auf einem Breitengrad mit Nizza oder New York liegt. Auch jetzt im Winter hat es dort meist angenehme Temperaturen – um die 10 bis 18 Grad.

Bei meinen vielen Besuchen lernte ich großartige Hotels und wunderbare Restaurants kennen. Die Russen zelebrieren ja das Essen, abends zieht sich eine Mahlzeit über Stunden hin. Von den berühmten Vorspeisen, den "sakuski", bei denen der Tisch mit Salaten, Piroggen und Fischen überladen wird, über die Hauptspeisen mit zig Gängen bis zu den Nachspeisen gibt es die feinste kaukasische Küche, dazu besten Wein und natürlich Wodka. Einmal waren wir unten am Meer in dem berühmten Restaurant Alter Bazar, dem starij bazar, da hab ich Fisch gegessen, der ganz fleischig und einmalig schmackhaft war.

Apropos Meer: Die Region bei der Schiffsanlegestelle, dem "Meerbahnhof", wie die Russen sagen, liebe ich sehr. Da ist auch der "Rivierapark", eine wunderschöne Grünanlage, die, wie mir die Gastgeber erzählt haben, 1896 gegründet worden ist. Das war auch das Jahr, in dem Sotschi das Stadtrecht erhielt. Damit ist die Olympiastadt eine junge Stadt, deren Aufstieg zum Kurort erst Anfang des 20. Jahrhunderts begann und heute (nicht nur bei Olympia) Gäste aus aller Welt anlockt.

Auf Schritt und Tritt spürt man bei Rundgängen, die ich mit meinem Freunden machen durfte, in Sotschi auch die Geschichte. Mir gefallen etwa der Bahnhof mit seinem markanten Uhrturm, die Marktplätze, wo es von südlichen Früchten nur so duftet, das Wintertheater oder die orthodoxen Kirchen. Immer wieder passiert man bei Spaziergängen auch den Fluss Sotschi, ein Lenin-Denkmal fehlt auch nicht, dann sieht man die Sanatorien, zu denen eine Drahtseilbahn hinauffährt. Leider war ich bisher noch nie in dem weltberühmten Dendrarium, einem botanischen Garten. Dort wachsen wegen des ungewöhnlichen Klimas und der geographischen Lage so viele verschiedene Pflanzen auf einem Fleck wie sonst nirgendwo auf der Welt. Also gibt es auch für mich immer noch Neues in Sotschi zu entdecken.

Und jedesmal ist diese Stadt eine Reise wert!

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