Fr, 24. November 2017

Verteidigt Besuch

30.01.2014 13:41

Faymann: „Sotschi-Boykott kein geeignetes Mittel“

Bundeskanzler Werner Faymann hat vor dem Europarat seinen bevorstehenden Besuch bei den Olympischen Spielen in Sotschi einmal mehr verteidigt. Er erklärte am Donnerstag in Straßburg vor Parlamentariern aus 47 europäischen Staaten, dass der Boykott einer internationalen Sportveranstaltung "kein geeignetes Mittel ist, die berechtigten Anliegen von Menschenrechtsaktivisten zu unterstützen."

Zahlreiche europäische Spitzenpolitiker lehnen einen Besuch der Spiele ab. US-Präsident Barack Obama, der französische Präsident Francois Hollande, Großbritanniens Premier David Cameron und der deutsche Bundespräsident Joachim Gauck kündigten etwa an, nicht nach Sotschi reisen zu wollen. In Europa gibt es Kritik am Austragungsland Russland wegen Menschenrechtsverletzungen, insbesondere wegen der Diskriminierung Homosexueller.

"Wäre Schaden für den internationalen Sport"
Faymann verurteilte in Straßburg die "rechtliche und faktische Diskriminierung" Homosexueller in "einigen" Mitgliedsstaaten des Europarates. Das stehe im Widerspruch zur Europäischen Menschenrechtskonvention. Eine Nicht-Teilnahme an den Spielen in Sotschi stehe aber außer Frage.

"Dies würde in erster Linie einen Schaden für den internationalen Sport bedeuten. Gerade aber in der Welt des Sports ist die früher bestehende Diskriminierung von Menschen wegen ihrer sexuellen Orientierung bereits bedeutend zurückgedrängt worden", so Faymann.

Fischer: "Es gibt definitiv keinen Boykott"
Bundespräsident Heinz Fischer hatte zuletzt ebenfalls gemeint: "Ich halte nichts von einem politischen Boykott. Wir haben mit Russland korrekte und seriöse Beziehungen. Ich glaube, dass man mit anderen Mitteln und Argumenten dem Anliegen der Menschenrechte besser dienen kann." Daher werde es definitiv keinen Boykott geben, hatte das österreichische Staatsoberhaupt vor mehr als einem Monat versichert.

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