Sa, 21. Oktober 2017

Täter in Haft

30.01.2014 12:34

Bgld: Brutaler Überfall nach fünf Jahren geklärt

Fast fünf Jahre, nachdem eine 54-jährige Burgenländerin in ihrem eigenen Haus überfallen, zusammengeschlagen, gefesselt und beraubt worden war, hat die Polizei nun einen Verdächtigen gefasst. Eine Streife, die gerade zur Vorbeugung von Dämmerungseinbrüchen patrouillierte, entdeckte den 45-Jährigen, nach dem bereits gefahndet worden war.

Das spätere Opfer hatte am Morgen des 15. Mai 2009 ihr Haus in Bad Sauerbrunn verlassen und war dabei offenbar vom Täter beobachtet worden. Er verschaffte sich über die Terrassentür, die er kurzerhand einschlug, Zugang zu den Räumlichkeiten und durchsuchte diese auf Wertgegenstände.

Als die 54-Jährige nach einer halben Stunde wieder nach Hause kam, überraschte sie den Eindringling. Der flüchtete daraufhin in den Hof. Als die Frau auf die Straße hinauslaufen und Hilfe holen wollte, holte sie der Mann ein, drückte sie zu Boden und schleppte sie ins Haus zurück.

Der Täter schlug sein Opfer laut Polizei dabei mehrmals und verletzte es am Kopf. Mit Kabeln der Lautsprecherboxen einer Stereoanlage, die er herausriss, fesselte der Räuber die 54-Jährige an Händen und Füßen. Dann suchte er weiter nach Beute.

Schmuck und Bargeld in Höhe von 28.000 Euro erbeutet
Als er später nach seinem Oper sah, bemerkte er, dass sich die Fesseln gelockert hatten und schnürte sie daraufhin fester zu. Schließlich machte sich der Täter mit Schmuck und Bargeld im Wert von 28.000 Euro unerkannt aus dem Staub.

Die Verletzte konnte sich selbst von ihren Fesseln befreien und schleppte sich danach in den nahen Kurpark, wo Zeugen Rettung und Polizei alarmierten. Die Burgenländerin hatte eine Schädelprellung sowie Abschürfungen am ganzen Körper, Rissquetschwunden und zahlreichen Blutergüsse erlitten und wurde ins Krankenhaus gebracht.

DNA-Spuren brachten Wahrheit ans Licht
Der Täter blieb lange Zeit wie vom Erdboden verschluckt - bis zum 6. November 2013. Der Mann geriet ins Visier der Ermittler, nachdem er einen unversperrten Wagen geöffnet hatte und dabei beobachtet wurde. Der Verdächtige wurde festgenommen, wenig später jedoch wieder auf freien Fuß gesetzt. Ein Abgleich der DNA-Spuren brachte später ans Licht, dass der Mann auch für den brutalen Raubüberfall auf die 54-Jährige verantwortlich war. Die Polizei schrieb den Verdächtigen daraufhin zur Fahndung aus.

Vor genau einer Woche klickten für den Gesuchten endlich die Handschellen: Fahnder des Landeskriminalamtes griffen ihn gegen 20 Uhr in Neufeld an der Leitha auf. Der in seinem Heimatland schon mehrfach wegen Gewaltdelikten vorbestrafte Ungar gab sich nach Angaben der Polizei zu den Vorwürfen gegen ihn schweigsam.

Er soll auch noch zu anderen Delikten befragt werden. Der Verdächtige sitzt mittlerweile in der Justizanstalt Eisenstadt in U-Haft.

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