Di, 17. Oktober 2017

Offiziell bestätigt

30.01.2014 12:45

Schumacher wird aus künstlichem Koma geholt

Jetzt ist es offiziell: Michael Schumacher wird derzeit aus dem künstlichen Koma geholt. "Michaels Narkosemittel werden seit Kurzem reduziert, um ihn in einen Aufwachprozess zu überführen, der sehr lange dauern kann", teilte seine Managerin Sabine Kehm am Donnerstag in einem schriftlichen Statement mit.

Es sei ursprünglich "die klare Absprache zwischen allen Beteiligten" gewesen, "diese Information zum Schutz der Familie erst zu kommunizieren, wenn sich dieser Prozess konsolidiert hat". Über Zwischenschritte werde man "keine Auskunft geben". Bereits vor dieser offiziellen Bekanntgabe hatte sich die französische Sportzeitung "L'Equipe" "zu hundert Prozent sicher" gezeigt, dass der Aufwachprozess bereits eingeleitet worden sei und Schumacher "positiv reagiert".

Schumi seit Ende 2013 im Krankenhaus von Grenoble
Schumacher liegt seit 29. Dezember mit einem schweren Schädel-Hirn-Trauma im Krankenhaus von Grenoble. Die bis dato letzten offiziellen Informationen zu Schumachers Zustand stammen vom 17. Jänner. Er wurde damals als stabil bezeichnet, die Ärzte würden ihn aber weiter als kritisch ansehen. Updates gab es seitdem nicht mehr, da es sich um die Intimsphäre Schumachers und seiner Familie handelt. Öffentliche Prognosen zu Schumachers Zustand und möglichen Folgen hatten die behandelnden Ärzte daher ab dem ersten Tag abgelehnt.

Generell können medizinische Prognosen bei einem Schädel-Hirn-Trauma und anschließendem künstlichen Koma sehr unterschiedlich ausfallen. "Ärzte setzen einen Patienten nur dann drei oder vier Wochen in künstliches Koma, wenn die Situation des Gehirns sehr ernst ist", erklärte der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Neurointensiv- und Notfallmedizin, Andreas Ferbert. Ein tiefes künstliches Koma über vier Wochen aufrecht zu erhalten, sei daher eher unüblich.

Teamkollegen besorgt
Seit einem Monat sorgen sich auch seine ehemaligen Teamkollegen, Wegbegleiter und Rivalen um den siebenmaligen Weltmeister. Vor der Ferrari-Garage stand am Mittwoch bei den Testfahrten im spanischen Jerez de la Frontera eine Tafel mit den Worten "Forza Michael".

Der Sohn von Firmengründer Enzo Ferrari richtete auf der Homepage der Scuderia eine emotionale Botschaft an den ehemaligen Piloten des italienischen Rennstalls. "Lieber Michael, Du hast so viele Jahre bei Ferrari verbracht, Du bist einer von uns", meinte Piero Ferrari: "Du hast uns so oft begeistert, uns große Freude bereitet, aber das Größte steht nun aus: nämlich dich hier in Maranello wiederzusehen", schrieb er. "Wir warten auf dich."

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