Mi, 13. Dezember 2017

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28.01.2014 14:50

Wien: "Waste-Watcher" erwischten 35.000 Müllsünder

Die "Waste-Watcher" haben die Wiener zu braveren Bürgern erzogen - zumindest in Sachen Abfall: Denn seit Einführung der Müllkontrolleure im Februar 2008 seien illegale Entsorgungen vom Kühlschrank bis zum Zigarettenstummel merkbar zurückgegangen, versicherte Umweltstadträtin Ulli Sima am Dienstag. Das mag auch an den Pönalen liegen: Bisher gab es mehr als 25.000 Organstrafen bzw. Anzeigen.

Derzeit sind 50 hauptberufliche Waste-Watcher und 400 zusätzlich ausgebildete Magistratsmitarbeiter auf Sauberkeitsmission in der Bundeshauptstadt unterwegs. Sie schreiten ein, wenn Müllsünder ihr Unwesen treiben. Bis Ende 2013 weist Simas Statistik ganze 35.229 Amtshandlungen aus. 18.953 Organstrafen in Höhe von je 36 Euro wurden verhängt, 6.486 Anzeigen getätigt und 9.790 Ermahnungen ausgesprochen.

Das strenge Auge der Abfalltruppe scheint sich zu lohnen: Die Müllsünden hätten sich in den vergangenen sechs Jahren deutlich reduziert, so Sima in der Bürgermeister-Pressekonferenz am Dienstag. So sind die rechtswidrig abgestellten Kühlschränke von 1.807 auf 463 Stück, der illegal abgelagerte Sperrmüll von 113.509 auf 66.981 Kubikmeter oder die auf den Boden geschmissenen Zigarettenstummeln von 868 Millionen auf 600 Millionen Stück gesunken. Die Zahlen sind offenbar kontinuierlich rückläufig. Denn vergleicht man nur die Werte von 2012 und 2013, ist hier ebenfalls eine abnehmende Tendenz sichtbar.

Hundstrümmerl-Schwerpunktaktionen
Verbessert haben dürfte sich auch die Situation bei den Hundstrümmerln. Sima präsentierte hierzu eine schon etwas ältere Umfrage aus dem Herbst 2012, wonach zwei Drittel der Wiener der Ansicht waren, dass sich die Hundekot-Situation seit den Waste-Watchern verbessert habe. Im Frühjahr 2009 war erst ein Drittel der Wiener dieser Meinung.

Insgesamt bezog sich seit 2008 rund ein Fünftel der getätigten Amtshandlungen auf die Hinterlassenschaften von Vierbeinern. Allein im Vorjahr wurde diesbezüglich 711 Mal eingeschritten, wobei mit 604 Organstrafmandaten von je 36 Euro bestraft wurde. Sima kündigte an, dass die Mülltruppe auch heuer wieder an 22 Tagen Schwerpunktaktionen in ausgewählten Bezirken durchführen werde.

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