Fr, 24. November 2017

Opernball 2014

28.01.2014 13:38

Meyer setzt bei Eröffnung auf Nachwuchskünstler

Um zu zeigen, dass die Wiener Staatsoper und die Ballettakademie tatsächlich die "Künstler der Zukunft" ausbilden und vorbereiten, setzt Staatsoperndirektor Dominique Meyer beim heurigen Opernball am 27. Februar ganz auf den Nachwuchs, wie er am Dienstag bei der Programmpressekonferenz erklärte. Immerhin sei die Eröffnung jener Moment, "in dem sich die Staatsoper vorstellt".

Vorstellen werden sich unter anderem "zwei Generationen von Sängern": die Nachwuchssängerinnen Margarita Gritskova, mit Gioachino Rossinis Arie "Di Tanti Palpiti" aus "Tancredi", und Anna Hartig, die "Depuis Le Jour" aus Gustave Charpentiers "Louise" singen wird. Unterstützt werden sie von Michael Schade, der "Pourquoi Me Reveiller" aus Jules Massenets "Werther" präsentieren wird. "Mit Schade haben wir auch eine Art 'großen Bruder'", scherzte der Staatsoperndirektor.

Ebenfalls mit jungen Nachwuchsstars glänzt das Wiener Staatsballett, das heuer eine Choreografie von Renato Zanella tanzen wird. "Gerade in Zeiten, wo man schlecht über die Jugend spricht, zeigen wir junge Leute, die wirklich hart gearbeitet haben und nicht mit einem goldenen Löffel im Mund auf die Welt gekommen sind", betonte Meyer. Für die Gestaltung des Eröffnungstanzes des Jungherren und -damenkomitees sind heuer die Wiener Tanzschulen Eddy Franzen und Fränzl verantwortlich.

"Künstler sollen als Gastgeber auftreten"
Die Wiener Philharmoniker unter der Führung von Marc Minkowski sind allerdings nur mit einem Teil des Orchesters vertreten - der andere ist bei der Wiener Woche in New York. Dem Direktor liegt ein Auftritt der Daheimgebliebenen jedoch am Herzen: "Es kann nicht sein, dass der Opernball nur ein Ball im Gebäude der Oper ist. Ich will, dass die Künstler wirklich als Gastgeber auftreten." Die traditionellen Teile der Eröffnung wie etwa die "Fächerpolonaise" von Carl Michael Ziehrer oder Strauß' "An der schönen blauen Donau" bleiben bestehen.

"Wir sind eine Mischung zwischen Tradition und Zeitgenössischem", meinte auch Ball-Organisatorin Desiree Treichl-Stürgkh. Das will man nicht nur mit dem diesjährigen Ball-Logo, einer violetten Skulptur des Vorarlberger Bildhauers Mario Dalpra, unter Beweis stellen. "Die Skulptur wird sicherlich polarisieren, weil man das nicht gewohnt ist und zweimal hinschauen muss", so Treichl-Stürgkh. Kein Streitfall dürfte dagegen die Damenspende werden: 2014 gibt es für die anwesenden Damen eine Zusammenstellung aus einem Notizbuch, Beautyprodukten und einem Triumph-Beratungsgutschein für BHs. "Für tricky ausgeschnittene Kleider", wie Treichl-Stürgkh erklärte.

"Sind endlich im 21. Jahrhundert angekommen"
Neu ist nicht nur der Fokus auf die Jugend - auch in Sachen Ballgestaltung gibt es einige Neuerungen. So sei mit dem neuen Eisstand etwa ein "lang gehegter Wunsch" von Treichl-Stürgkh und der Generalsekretärin des Opernballs, Eva Dintsis, in Erfüllung gegangen. Hier können Besucher stündlich neue Eissorten in Stanitzeln verkosten.

"Wir sind endlich auch im 21. Jahrhundert angekommen", schmunzelte die Organisatorin in Bezug auf die erneuerte Fotolounge. Wer möchte, kann sich hier ablichten lassen und die Fotos sofort digital versenden. Die Codes für die Fotos kommen über Mirabell-Mozartkugeln, die an die Gäste verteilt werden. Die Raucher werden ihre Zigaretten und Zigarren heuer erstmals in einer 1950s-Lounge genießen können, neben viel Wein kann man auch eine eigene Opernball-Cuvee von Schlumberger verkosten.

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