Mo, 18. Dezember 2017

Nach Juwelier-Coup

28.01.2014 08:28

Opfer: "Bei mir wurde schon zehn Mal eingebrochen"

Opfer professioneller Einbrecher ist am Montag der Welser Juwelier Emil Krabath (65) geworden. Das Duo zertrümmerte um 4.40 Uhr früh die Auslagenscheibe des Geschäfts in der Bahnhofstraße und klaute goldene Armbänder und Ohrringe im Wert von 10.000 Euro. Es ist jedoch nicht das erste Mal, dass Krabaths Schmuckgeschäft von Kriminellen heimgesucht wird: "Das ist in meinen 36 Jahren als Juwelier mindestens mein zehnter Einbruch", erklärt er.

"Krone": Sie waren auch 2006 in der "Krone", weil in Ihr Geschäft zweimal in Serie eingebrochen wurde. 2011 haben Sie sogar einen Räuber gefasst.
Emil Krabath: Na, ich hab' nicht genau mitgezählt, aber bei mir ist in 36 Jahren als Juwelier sicher mindestens zehn Mal eingebrochen worden.

"Krone": Woran liegt das eigentlich? Sie sind ja schließlich nicht der einzige Juwelier in Wels.
Krabath: Vielleicht deshalb, weil unser Geschäft nicht in einer der Hauptstraßen situiert ist. Oder, weil wir so schöne Ware haben. Nein, im Ernst, ich weiß es selbst nicht.

"Krone": Sie haben mittlerweile ein bisserl resigniert.
Krabath: So würde ich das nicht nennen. Aber schauen Sie, wir haben eine Alarmanlage, die Auslagenscheibe besteht aus Panzerglas, das eineinhalb Zentimeter dick ist und mit einer speziellen Folie ausgestattet wurde. Aber wenn die Einbrecher, so wie eben in der vergangenen Nacht, mit einem Vorschlaghammer mit Diamantkopf zuschlagen, dann hilft das alles nichts. Zum Glück sind wir versichert.

"Krone": Der Schaden beträgt aber allein beim gestohlenen Schmuck rund 10.000 Euro.
Krabath: Ja, weil die Täter in die falsche Lade gegriffen haben. Wenn sie in die Vitrine oberhalb gegriffen hätten, wäre der Schaden bei 100.000 Euro gelegen.

"Krone": Der Polizei machen Sie keine Vorwürfe?
Krabath: Nein, gar nicht. Die waren ja schon in einer Minute da und haben mit ihrem raschen Einsatz sicher verhindert, dass die beiden Einbrecher noch mehr erwischt haben. Das waren aber ganz sicher Profis, das sieht man ja schon an der Vorgangsweise. Und gegen so ein gezieltes Vorgehen hat eigentlich keiner eine Chance. Das muss man einfach ganz realistisch sehen.

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