So, 27. Mai 2018

340 Euro pro Stück

26.01.2014 12:31

EU-Behörde verpulvert 67.000 Euro für 198 Handys

Der nächste Fall von Geldverschwendung bei einer EU-Behörde: Die Justizabteilung Eurojust (113 ständige Mitarbeiter) hat um 67.470 Euro 198 Mobiltelefone bestellt – also zum Einzelpreis von 340 Euro, obwohl die modernsten Smartphones längst zum Nulltarif angeboten werden. Zusätzlich ließ Eurojust einen S-Klasse-Mercedes panzern.

In einer aktuellen parlamentarischen Anfrage kommen die EU-Ermittler, die eigentlich eine sehr wichtige Arbeit gegen die grenzübergreifende organisierte Kriminalität leisten, gar nicht gut weg: Dass die Behörde in Den Haag für nur 113 ständige Mitarbeiter 198 teure Blackberry-Mobiltelefone um 67.479 Euro Steuergeld gekauft hat, ist dabei nur ein Kritikpunkt.

So fiel nun auch auf, dass sich die EU-Ermittler einen Mercedes S 250 CDI (Neupreis 63.970 Euro, 204 PS, 240 km/h schnell) panzern ließen. Kostenpunkt der Aufrüstung: 60.000 Euro. Der Gesamtpreis liegt also bei 123.970 Euro – für ein Dienstfahrzeug.

Edles Eichenholz fürs Büro
"Aber das ist noch lange nicht alles", kommentiert der EU-Parlamentarier Hans-Peter Martin die der "Krone" zugespielten neuen Unterlagen: Die EU-Behörde Eurojust habe sich für ihre Büroburg in den Niederlanden auch 43 edle Schreibtische aus Eichen- und Birnenholz zum Stückpreis von 530 Euro bestellt, ebenso 100 Designersessel um je 670 Euro.

"Die Kosten diverser EU-Agenturen explodieren, 60 bis 70 Prozent der Budgets gehen dort allein in der Verwaltung auf. Trotz massiver Kritik ändert sich aber nichts", meint Martin.

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