Mo, 21. Mai 2018

Demo in Kairo

25.01.2014 20:48

30 Tote bei Protesten gegen Militärmachthaber

Bei Protesten gegen die Militärmachthaber in Ägypten sind am Samstag rund 30 Menschen getötet worden. Die Polizei ging mit Tränengas und Schrotschüssen gegen Anhänger des im Juli gestürzten islamistischen Präsidenten Mohammed Mursi und andere regierungskritische Demonstranten vorging.

Mursi-Unterstützer und die liberale Opposition hatten für den Jahrestag des Beginns des Volksaufstands vor drei Jahren zu Kundgebungen aufgerufen. Am 25. Jänner 2011 begann in Ägypten der Aufstand gegen die Regierung, 18 Tage später wurde der langjährige Machthaber Hosni Mubarak gestürzt.

Tote bei Anschlagsserie
Bei einer Anschlagsserie am Freitag hatte sich unter anderem ein Selbstmordattentäter vor dem Polizeipräsidium in Kairo in die Luft gesprengt und mehrere Menschen mit in den Tod gerissen. Die USA, die Vereinten Nationen und die EU verurteilten die Attentate. Die Täter müssten zur Verantwortung gezogen werden, forderte das Außenministerium in Washington am Freitag. Die Gewalt habe das Ziel, einen friedlichen politischen Wandel in Kairo zu verhindern, sagte eine Sprecherin.

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon erklärte in einer am Freitag von den Vereinten Nationen in New York verbreiteten Mitteilung: "Es gibt nichts, was diese terroristischen Akte rechtfertigen könnte." Die Verantwortlichen müssten zur Rechenschaft gezogen werden, forderte Ban.

"Gewalt kein Weg zur Demokratie"
Die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton und das deutsche Auswärtige Amt verurteilten die Bombenanschläge in Kairo. "Der Weg zur Demokratie wird ohne Zweifel schwierig bleiben, aber Gewalt wird Ägypten dem Wunsch des Volkes nach einem demokratischen Land kein Stück näher bringen", erklärte Ashton. Das Auswärtige Amt in Berlin teilte mit, Ägypten komme nur voran, wenn es gelinge, die Polarisierung in der Gesellschaft zu überwinden und alle gesellschaftlichen Gruppen an einem politischen Prozess teilhaben zu lassen.

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