Di, 22. Mai 2018

Zufällig gefunden

25.01.2014 06:00

Forscher entdeckt mit Studenten nahe Supernova

Ein spektakulärer Zufallsfund ist Studenten um Dozent Steve Fossey am Observatorium des University Collage London (UCL) gelungen: Bei einem Teleskop-Workshop entdeckten sie am 21. Jänner in einer zwölf Millionen Lichtjahre entfernten Galaxie namens Messier 82 die erdnächste Supernova seit vielen Jahren.

Astronomen wäre die Sternenexplosion, die sich im Sternbild Großer Bär abspielt, beinahe entgangen, weil die automatischen Überwachungsprogramme den hellen Lichtpunkt teilweise für ein Artefakt (ein Bilddetail, das nicht von den Ausgangsdaten herrührt; Anm.) oder eine störende Lichtquelle hielten. Laut Angaben der englischen Wissenschaftler kann SN 2014J mit einem guten Amateurteleskop am Nachthimmel beobachtet werden.

Bei der Supernova, die inzwischen auch von der International Astronomical Union bestätigt wurde und von dieser die Bezeichnung SN 2014J erhielt, handelt es sich um einen sogenannten Weißen Zwerg, der in der Galaxie M82 (auch als Zigarrengalaxie bezeichnet) explodiert ist. Der sterbende Stern habe etwa die Größe der Erde gehabt, aber eine Masse, die in etwa der unserer Sonne entspricht, berichten die Forscher.

Auf der Erde nur selten zu sehen
Eine - aus astronomischer Sicht - derart nahe Supernova bekomme man auf der Erde vergleichsweise selten zu sehen, so die britischen Wissenschaftler. Bei SN 2014J handle es sich um die erdnächste Supernova seit SN 1987A, die "nur" 168.000 Lichtjahre von der Erde entfernt explodierte und sogar mit freiem Auge sichtbar war, heißt es in einer Mitteilung auf der Website des UCL.

Als Supernova - der Begriff leitet sich vom lateinischen Ausdruck "stella nova" (neuer Stern) ab - bezeichnet man das plötzlich helle Aufleuchten eines massereichen Sterns, wenn dieser sich am Ende seiner Lebenszeit durch eine gewaltige Explosion selbst vernichtet. Dabei kann seine Leuchtkraft um das Millionen- bis Milliardenfache zunehmen, wodurch er für kurze Zeit so hell wie eine ganze Galaxie strahlt.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen

Für den Newsletter anmelden