Di, 21. November 2017

Vor US-Behörden

24.01.2014 08:34

Microsoft will ausländische Daten besser schützen

Microsoft will Daten ausländischer Firmen künftig besser vor dem Zugriff durch US-Behörden schützen und so nach der NSA-Affäre das Vertrauen seiner Kunden zurückgewinnen. "Wir werden alle Möglichkeiten ausschöpfen, um die Daten unserer Kunden, die nicht auf US-Servern liegen, vor dem Zugriff der US-Behörden zu schützen", teilte Microsoft am Donnerstag mit.

Bereits im Dezember hatte Microsoft-Manager Brad Smith in einem Blogeintrag angekündigt, dass ausländische Unternehmenskunden von Microsoft selbst entscheiden können, ob sie ihre Daten lieber außerhalb der USA speichern lassen wollen. In Europa habe Microsoft für seine Cloud-Dienste etwa Backup-Server in Amsterdam und Irland.

Die Kunden sollten die Möglichkeit haben zu wissen, welchen Gesetzen ihre Daten unterworfen seien, und selbst entscheiden, wo sie ihre Daten speichern lassen wollen, führte Smith in der "Financial Times" aus. Nach dem NSA-Skandal fürchten viele Unternehmen, dass ihre Daten nicht vor dem Zugriff der US-Behörden sicher sind - erst recht, wenn sie auf Servern in den USA lagern.

"Vertrauen ist die Währung des digitalen Zeitalters"
Viviane Reding, Vizepräsidentin der EU-Kommission, begrüßte die Ankündigung Microsofts in einem Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Immer mehr Unternehmen stellten fest, dass Vertrauen die Währung des digitalen Zeitalters sei und passten ihre Geschäftspraktiken entsprechend an. "Datenschutz wird zunehmend zu einem Verkaufsargument und zu einem Wettbewerbsvorteil."

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