Mi, 23. Mai 2018

Zog Konsequenzen

23.01.2014 21:38

Barca-Chef tritt wegen Neymar-Transfers zurück

Der Präsident des FC Barcelona, Sandro Rosell (Bild), hat seinen Rücktritt erklärt. Sein Amtsverzicht sei unwiderruflich, sagte der Klubchef des spanischen Meisters am Donnerstag. Er zog damit die Konsequenz aus den Querelen um die Verpflichtung des brasilianischen Stars Neymar im vergangenen Sommer. Nachfolger von Rosell wird der bisherige Vizepräsident Josep Maria Bartomeu.

Der bisherige Präsident bekräftigte, dass bei der Verpflichtung Neymars alles korrekt abgelaufen sei. "Ich will mit meinem Rücktritt verhindern, dass das Ansehen des Vereins durch ungerechtfertigte Angriffe geschädigt wird." Rosell hatte den Vereinsvorstand am Abend zu einer Sondersitzung zusammengerufen, um die Mitglieder von seinem Rücktritt zu informieren. Der Nachfolger Bartomeu betonte, der Vorstand habe die Entscheidung bedauert. Er werde als Klubchef die Linie von Rosell fortsetzen.

Der Ermittlungsrichter Pablo Ruz hatte am Mittwoch das Klagegesuch eines Barca-Mitglieds zugelassen und Ermittlungen gegen den Präsidenten des spanischen Meisters eingeleitet. Nach Ansicht des Juristen besteht der Verdacht, dass bei der Verpflichtung Neymars mehr Geld geflossen ist als offiziell angegeben.

Neymar-Transfer um 95 Millionen Euro?
Rosell hatte dagegen wiederholt betont, dass Barca der Neymar-Transfer vom FC Santos 57,1 Millionen Euro gekostet habe und dass dabei gegen kein Gesetz verstoßen worden sei. Die in Madrid ansässige Tageszeitung "El Mundo" berichtete am Montag aber, dass sich die Kosten auf insgesamt 95 Millionen Euro belaufen hätten.

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