Mo, 21. Mai 2018

Zigarette war schuld

21.01.2014 16:08

Mann (44) bei Explosion einer Gasflasche verletzt

Bei der Explosion einer Gasflasche hat ein 44-jähriger Mann Dienstag früh in Bludenz Verbrennungen an der linken Hand davongetragen. Die Verletzungen waren jedoch weniger schlimm als bislang gedacht. Die Wohnung des Opfers, in der es zur Detonation gekommen war, wurde schwer beschädigt, auch eine Nachbarwohnung wurde stark in Mitleidenschaft gezogen. Die Wohnbaugesellschaft schätzte den entstandenen Schaden auf 60.000 bis 70.000 Euro.

Der Mann hatte laut Polizei gegen 7 Uhr versucht, die Flasche, in der sich noch etwas Gas befunden hatte, vollständig zu entleeren. Wie der 44-Jährige gegenüber der Polizei erklärt, habe er dazu das Fenster geöffnet und dann das Ventil der Flasche aufgedreht, um festzustellen, ob sich noch Gas darin befindet.

Danach habe er die Flasche in einem anderen Raum abgestellt. Als er sich später eine Zigarette anzündete, verpuffte das zuvor in der Wohnung verströmte Gas. Der 44-Jährige erlitt bei der Explosion Brandverletzungen an der linken Hand und wurde im Landeskrankenhaus Bludenz ambulant behandelt.

Detonation riss Wand zur Nachbarwohnung nieder
Die Explosion erschütterte das im Jahr 1953 errichtete Neunparteienhaus, das im Eigentum der gemeinnützigen Wohnbaugesellschaft Vogewosi steht. Nach Angaben von Vogewosi-Geschäftsführer Hans-Peter Lorenz verwendete der Mieter der Erdgeschoßwohnung das Gas zum Heizen.

Die Explosion riss auch die Wand zur Nachbarwohnung nieder. Die Bewohnerin hatte glücklicherweise kurz zuvor das betroffene Zimmer verlassen und blieb daher unverletzt. Laut Polizeiangaben wurden keine weiteren Menschen verletzt, einige hätten sich jedoch zur Kontrolle ins Krankenhaus begeben.

Kellerdecke stark aufgewölbt
Die beiden betroffenen Wohnungen seien voraussichtlich für zwei bis sechs Wochen nicht bewohnbar, hieß es, die Mieter wurden in Ersatzwohnungen untergebracht. Noch einige Sorgen macht den Verantwortlichen die Kellerdecke, die sich stark aufgewölbt hat. Diese müsse zunächst abgestützt werden, auch bauliche Maßnahmen seien nötig, so Lorenz.

Insgesamt entstand ein Schaden zwischen 60.000 und 70.000 Euro. Die übrigen Mieter - das gesamte Gebäude war nach der Explosion evakuiert worden - hätten ihre Wohnungen nach der statischen Prüfung wieder beziehen können. Hier gebe es einige kleinere Schäden durch die Druckwelle, der Großteil sei aber bereits behoben, erklärte Lorenz.

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