So, 19. November 2017

Polizei alarmiert

21.01.2014 08:22

Zu viele Klubs: Kärnten droht neuer „Bordellkrieg“

Anschläge mit Panzerfaust und Handgranaten sowie Auftragsattentate: Es gab schon einmal einen "Bordellkrieg" in Kärnten und laut Polizeiermittlern könnte bald eine neue Terrorwelle im Rotlicht-Milieu drohen. Denn es gibt schon zu viele Klubs und es geht um viel Geld.

40 Bordelle mit mehr als 700 Prostituierten gibt es in Kärnten schon - trotzdem sind zwei weitere Großklubs in Fürnitz und in Villach in Planung, hinter denen eine Rockergruppe und italienische Betreiber stehen. Nicht nur die Polizei, sondern auch Kärntens eingesessene Bordellbetreiber sind darüber nicht glücklich, denn schon jetzt soll der Markt mehr als erschöpft sein.

Es droht ein Konkurrenzkampf, der leicht in einen erneuten "Bordellkrieg" münden könnte. Der Villacher Rotlicht-Boss Jochen Kohlweiss betreibt sechs Klubs: "Bis jetzt war es in Kärnten ruhig, aber die Italiener werden sicher ihr Geld wieder haben wollen, das sie investiert haben." Alleine in Hohenthurn sollen es acht Millionen Euro gewesen sein.

"Bordellkönig": "Wir fürchten uns nicht"
Klagenfurts "Bordellkönig" Stefan Wetzl: "Das große Geld gibt es in Kärnten nicht zu verdienen - immer mehr müssen sich den Kuchen aufteilen. Wir fürchten uns aber nicht."

Ein Problem seien auch die "Freunde", welche die Prostituierten mitbringen, und die für einen Anstieg der Begleitkriminalität sorgen. Etwas, das auch der Polizei bereits aufgefallen ist: "Es gab in letzter Zeit einige Fälle", berichtet Kripo-Oberst Gottlieb Türk, dessen Ermittler "die Entwicklungen genau beobachten."

Auffällig sei aber auch, dass die illegale Prostitution boomt - auch deshalb kann der Kripo-Chef nicht ausschließen, dass der anhaltende "Frieden" im Rotlicht bald vorbei sein könnte.

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