So, 19. November 2017

Hoher Zinsverlust

20.01.2014 17:08

Rechnungshof ortet Chaos bei AKH-Umbaukosten

Noch mehr bittere Details aus dem Rechnungshofbericht zum Wiener AKH: Demnach überwies die Technische Direktion für den Bau des Kinder-OP-Zentrums an die Firma Vamed-KMB viel zu früh 23,45 Millionen Euro Steuergeld - die Rechnung kam erst Jahre später.

Knallhart urteilen die Prüfer des Rechnungshofes - wie berichtet - in ihrem Bericht GZ 003.888/004-4B2/13 über die Leistungen der Technischen Direktion des Wiener AKH.

Ab Seite 90 decken die Experten ein besonderes Stückerl an Steuergeldverschwendung auf: So hat das AKH bereits einen Teil der beim Bau des Kinder-OP-Zentrums anfallenden Baukosten beglichen, obwohl die Firma Vamed-KMB dafür noch gar keine Rechnung vorgelegt hatte (siehe Faksimile).

Selbst als 23,45 Millionen Euro bereits überwiesen waren, konnte das Unternehmen - das übrigens fast alle Bauaufträge im AKH erhielt - für Kostensätze in der Höhe von 22,56 Millionen Euro "keinen Nachweis mittels Teilkostenzusammenstellungen erbringen", schreibt der RH. Und: Eine Schlussabrechnung für das Projekt lag selbst 2012, also ein Jahr nach dessen Fertigstellung, noch nicht vor.

Zinsverlust von rund einer Million Euro
Hat die Technische Direktion also - wie vom Rechnungshof dargestellt - tatsächlich Jahre zu früh 23,45 Millionen Euro bezahlt, wäre dies ein gewaltiger Zinsverlust für die Steuerzahler: Selbst bei einer nur zweiprozentigen Verzinsung hätten 23,45 Millionen Euro nämlich in etwa eine Million gebracht.

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