Do, 19. Oktober 2017

Hoffnung in "Kitz"

20.01.2014 16:48

Hinterseer versichert: „Es gibt tolle Rennen!“

Die Temperaturen sanken – der Optimismus der Kitzbüheler steigt: Die Chance auf eine Abfahrt über den Hausberg am Wochenende lebt. Hansi Hinterseer ist optimistisch: "Es wird drei tolle Rennen geben."

Es grünt so grün. Auf dem Gegenhang, dem Horn, habe man den letzten Skifahrer vor drei Wochen gesehen, murmeln sie in der Innenstadt. Und wenn jemand behauptet, am Mobiltelefon seien am Morgen Minusgrade angezeigt worden, muss er sich auf die Frage gefasst machen, warum er denn eigentlich sein Handy über Nacht in den Kühlschrank legt.

"Das kriegen die schon hin"
Nein, es sieht nicht gut aus, wenn man in Kitzbühel zur Hausbergkante schaut. "Dann schau halt nit aufi", rät Hansi Hinterseer lächelnd – und nicht nur, weil der Optimismus zum wedelnden Sänger gehört wie seine haarigen Schuhe: "Wirst sehen, es gibt drei tolle Rennen. Oben geht es wunderbar zum Skifahren. Und unten – das kriegen die schon hin."

Hubschrauber im Dauereinsatz
Rennleiter Peter Obernauer nickt. Wieder, muss man sagen. Am Sonntag war er verzweifelt gewesen: Über zehn Plusgrade und ein Föhnsturm – beinahe wäre der Hausberg davongeschwommen. Aber mit dem Wochenende sanken die Temperaturen um einen Hauch – und das Selbstvertrauen der Kitzbühler wuchs. Die kleine Chance, die sich somit auf eine Originalabfahrt am Samstag bietet, die wurde am Montag gleich beim Schopf gepackt. Unablässig war das Brummen der Hubschrauber-Rotoren in der Stadt zu hören. Zwei Helikopter flogen emsig Schnee zur Kante, in Drei-Minuten-Trails. Über 2.000 Kubikmeter. Oben verteilten zwei Pistenraupen das kostbare Weiß. Mit einer kleinen Armee von 250 Helfern (100 vom Bundesheer) zur Seite.

Es geht um die letzten 3.500 Quadratmeter der Streif. Von 260.000. Also nur 1,3 Prozent, die die Helis mit Maschinenschnee ausweißeln.

"Die Chance lebt"
Aber eine Streif-Abfahrt ohne Hausbergkante ist wie ein Gala-Menü ohne echten Hauptgang. Vor allem für die Live-Zuseher. "Am Sonntag habe ich nicht mehr viel darauf gegeben", gestand der Rennleiter, "aber jetzt glaube ich wieder dran. Zu 50, 60 Prozent. Die Chance lebt."

Der Super-G am Freitag soll zur Schonung aber auf jeden Fall über den Ganslernhang geführt werden, mehr als ein Trainingslauf (am Mittwoch) ist auch nicht wahrscheinlich. Selbst wenn es kälter wird – und vielleicht sogar ein bissl Schnee fällt. Kitschig.

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