Mo, 28. Mai 2018

Salzburg euphorisch

19.01.2014 16:30

"Können jeden auf der Welt schlagen"

Der sensationelle Auftritt Salzburgs beim 3:0 gegen Bayern München sorgte auch am Tag danach noch für dickes Lob sowie ungläubiges Staunen - und für ganz schön hohe mediale Wellen in Deutschland. Ein Gigant wurde von "Ösis" entzaubert. Kein Wunder, dass aufseiten der Salzburger jetzt die Überzeugung vorherrscht: "Wir können jeden auf der Welt schlagen!"

Noch am Samstag hatte die "Süddeutsche Zeitung" die Salzburger als "ambitioniertes, sportlich jedoch eher zweitklassiges Team aus Österreich" abgetan. Tags darauf überschlug man sich im selben Blatt mit Lobeshymnen auf die "Bullen": "Sie jagten die Münchner über den Platz, dass selbst Pressing- und Umschaltkönig Jürgen Klopp gestaunt hätte", war da zu lesen. Oder: "Die Österreicher wuselten und kombinierten sich durch die bayerische Hälfte, als ginge es gegen Wolfsberger AC."

Das große Staunen beim Nachbarn war verständlich: Hatten die Super-Bayern doch im gesamten Herbst in der Liga gerade einmal acht Gegentore kassiert - und dann musste Teamgoalie Manuel Neuer in Salzburg binnen 45 Minuten dreimal hinter sich greifen. Zudem hätte die Klatsche noch viel deutlicher ausfallen können, weil in Halbzeit zwei der überragende Sadio Mane mit einem Kopfball nur die Querlatte traf und Kevin Kampl mit einem Elfmeter an Neuer scheiterte. Da war es mehr als Höflichkeit, dass Star-Trainer Pep Guardiola an seinem bitteren 43. Geburtstag danach sagte: "Der Salzburger Sieg war auch in dieser Höhe verdient."

Jetzt ins Trainingscamp nach Katar
Die Sieger hoben danach ab - nicht in eine gefährliche Überheblichkeit, sondern mit dem Flugzeug ins Trainingscamp nach Katar. Es blieb also wenig Zeit, sich als Champions-League-Sieger-Besieger feiern zu lassen.

Was auch nicht im Sinn von Trainer Roger Schmidt gewesen wäre: "Dieser Sieg gibt uns viel Selbstvertrauen für den Saisonstart in der Liga und die Partien gegen Ajax Amsterdam. Aber es war trotz allem ein Freundschaftsspiel, und wir dürfen das Ergebnis nicht überbewerten." Wie sehr das Selbstvertrauen der Salzburger Kicker mit diesem großen Sieg gewachsen ist, zeigte sich am Kommentar von Stefan Ilsanker: "Wir können mit unserem Fußball gegen jeden auf der Welt erfolgreich sein."

Alaba mit bitterem Resümee
David Alaba resümierte den Abend so: "Es war schön, wieder einmal ein Stück nach Hause zu kommen. Aber es ist nicht schön, mit diesem Ergebnis wieder retour zu fahren."

Sein Kollege Thomas Müller ließ das Fehlen der Stars Lahm, Ribery, Robben und Schweinsteiger nicht als Ausrede gelten: "Wir waren ja trotzdem elf gegen elf, und da sollte man eine andere Leistung zeigen." Eine Topleistung lieferte gegen die Bayern-Stars Mane - und bereits am Sonntag trudelten bei seinem Berater Anfragen von deutschen Topklubs ein. Aber er ist teuer geworden...

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