Di, 21. November 2017

„Ich war ein Idiot“

15.01.2014 15:17

Steirer legte Brand bei Ex-Arbeitgeber - Haft

Ein 38-jähriger Obersteirer ist am Mittwoch wegen Brandstiftung bei seinem ehemaligen Arbeitgeber im Straflandesgericht Leoben verurteilt worden. Der Mann gestand, die Feuersbrunst verursacht zu haben, weil er einen Hass auf seinen früheren Chef hatte. Das Schöffengericht verhängte eine zweijährige teilbedingte Freiheitsstrafe. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Der Dachdecker hatte sieben Jahre lang bei einer Firma in Gröbming gearbeitet und zuletzt eigenen Angaben zufolge innerhalb von sechs Monaten 500 Überstunden gemacht. Die Belastung habe er nicht mehr ausgehalten: "Ich konnte nicht mehr schlafen. Ich war körperlich und psychisch am Ende und hatte Probleme im privaten Umfeld", sagte der Angeklagte zu Richter Roman Weiß. Auf die Frage, warum er sich keine professionelle Hilfe geholt habe, meinte er: "Meine Freundin sagte eh schon, ich soll zu einem Psychologen, aber ich dachte, ich schaffe das selber."

Dem war jedoch nicht so - obwohl er den Job selbst gekündigt hatte. Am 9. Dezember legte er dann in der Lagerhalle seines ehemaligen Arbeitgebers Feuer und beschleunigte dessen Ausbreitung auch noch mit Benzin. Schließlich schaute er eine Weile den Flammen zu, ehe er in ein Gasthaus ging und dem Wirt von seiner Tat erzählte.

Angeklagter: "Ich war ein Idiot"
Die Feuerwehr löschte den Brand rasch, dennoch soll ein hoher Schaden entstanden sein. "Ich war ein Idiot und weiß heute, dass mein Handeln eine Katastrophe war", bekundete der 38-Jährige. Einen Hass auf seinen ehemaligen Chef habe er nicht mehr, dieser hatte ja alle Überstunden immer bezahlt: "Ich war selber schuld", so der Angeklagte.

Die Schöffen und Richter Weiß verurteilten den Obersteirer zu zwei Jahren Haft, wobei ihm 16 Monate auf eine Probezeit von drei Jahren bedingt nachgesehen werden. Der Beschuldigte nahm das Urteil sofort an. Staatsanwalt Daniel Weinberger gab keine Erklärung ab, das Urteil ist daher nicht rechtskräftig.

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