Mo, 21. Mai 2018

Karriere und Koks

15.01.2014 14:52

Leonardo DiCaprio ist "The Wolf of Wall Street"

Der von Michael Douglas in Oliver Stones "Wall Street" gespielte Finanzhai diente lange Zeit gerade jungen Bankern, die Gekkos Mantra "Gier ist gut" förmlich in sich aufsogen, als Karrierevorbild. Nicht von ungefähr setzt auch Martin Scorseses Mammon-Parabel im Jahr 1987 an, just da also, als Stones Film in die Kinos kam. Doch der titelgebende "Wolf", ein gewisser Jordan Belfort, ist ein noch weit gerisseneres Kaliber als Gekko, hat er doch mit smarten 26 bereits 49 Millionen Dollar verdient!

Die Autobiografie des echten Belfort inspirierte Scorsese zu einem atemlosen Finanzkrimi mit Leonardo DiCaprio in der Hauptrolle - die bereits fünfte Zusammenarbeit des Kultregisseurs mit dem Ausnahmeschauspieler.

Belforts erster Arbeitstag, der 19. Oktober 1987, geht als "Black Friday" in die Finanzgeschichte ein. Trotz Kursabstürzen ins Bodenlose hat der Aktienjongleur Blut geleckt. Er gründet eine eigene Maklerfirma und macht bald solche Gewinne, dass Koks kiloweise geschnupft wird - gern mit Hundertdollar-Scheinen, die nach Gebrauch im Mülleimer landen. Das mit illegalen Insidergeschäften gemachte Geld landet per Kurier in der Schweiz, doch irgendwann ist das FBI Belfort auf den Fersen.

"The Wolf Of Wall Street" ist eine obszöne Orgie hedonistischer Exzesse, wobei zur Gier die Geilheit, der lendenlockere Sexkonsum und der Dauerdrogenrausch kommen. Ein abstoßendes und zugleich faszinierendes Szenario. Gerade die Ambivalenz dieses fragwürdigen Antihelden vermag ein charismatischer DiCaprio - er erhielt einen Golden Globe als bester Hauptdarsteller im Komödienfach - in unnachahmlicher Weise für sich zu nutzen, indem er sich einer "Tour de Farce" ausliefert, die ihresgleichen sucht.

Kinostart von "The Wolf of Wall Street": 17. Jänner.

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