Di, 22. Mai 2018

Nerviges Geräusch?

14.01.2014 06:43

USA: Mann erschoss Kinobesucher wegen SMS

In einem US-Kino hat ein Mann einen anderen Besucher erschossen, weil dieser mit seinem Handy eine SMS erstellte. Die Frau des Opfers wurde durch den Schuss verletzt, erklärte der zuständige Sheriff in Tampa, Florida. Der Schütze, ein ehemaliger Polizeibeamter, konnte überwältigt werden, er befindet sich in Haft.

Nach Polizeiangaben saß der Schütze gemeinsam mit seiner Ehefrau in einem Kino in Wesley Chapel nahe Tampa eine Reihe hinter dem Mann, der neben seiner Frau während der Werbung vor Filmbeginn eine SMS an seine Tochter schrieb.

Die damit verbundenen Geräusche störten den pensionierten 71-jährigen Polizisten so sehr, dass er den vor sich sitzenden 43-jährigen Familienvater zur Rede stellte und aufforderte, sein Handy zu verstauen. Laut Augenzeugen folgte ein Streit, bis der 71-Jährige aufstand und den Saal verließ, offenbar um sich bei einem Angestellten des Kinos über seinen Kontrahenten zu beschweren.

Ex-Polizist zückte in Rage Pistole
Kurz darauf kehrte der Mann jedoch alleine zurück und fing erneut mit dem 43-Jährigen zu streiten an. Dessen Erklärung, er hätte lediglich seiner Tochter eine SMS geschrieben, brachte den Ex-Polizisten vollends in Rage. Er zückte eine Pistole und feuerte auf den Familienvater, der dabei schwer verwundet wurde. Auch seine Frau, die noch ihre Hand schützend vor ihren Mann gehalten hatte, wurde verletzt.

Ein Polizeibeamter außer Dienst, der sich ebenfalls im Kino aufhielt, eilte daraufhin zu dem 71-Jährigen und fixierte ihn, um ein weiteres Blutbad zu vermeiden. Zwei anwesende Krankenschwestern wiederum leisteten bei dem schwer Verwundeten Erste Hilfe, bis die Rettung vor Ort eintraf. Dem 43-Jährigen konnte jedoch nicht mehr geholfen werden, er verstarb kurze Zeit später im Krankenhaus.

"Heftiger Streit aus nichtigem Grund"
"Es gibt keinen Hinweis darauf, dass sich die beiden Männer kannten", sagte Tampas Sheriff Chris Nocco dem TV-Sender CNN am Montag. "Es ist absolut verrückt, dass es wegen einer solchen Sache einen derartigen Ausbruch von Gewalt geben kann." Der Schütze wurde festgenommen und befindet sich in Polizeigewahrsam. Er wird sich wegen Tötung mit bedingtem Vorsatz vor Gericht verantworten müssen.

Das Kino teilte nach der Tragödie auf seiner Website mit: "Die Sicherheit und das Wohlbefinden unserer Gäste und Mitarbeiter hat für uns stets oberste Priorität. Deshalb trifft uns dieser Vorfall umso härter. Wir sind erschüttert." Übrigens ebenfalls auf der Homepage findet sich eine Liste von im Kino verbotenen Gegenständen und Handlungen. Darunter: Keine Benutzung des Handys – und keine Waffen erlaubt.

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