Di, 17. Oktober 2017

Tankstellenüberfall

12.01.2014 18:58

Zeuge kämpfte mit Räuber „auf Leben und Tod“

Ein couragierter Zeuge (Bild) hat am Samstagabend einen Tankstellenräuber im Wiener Bezirk Floridsdorf überwältigt. Der 32-Jährige hatte sich geistesgegenwärtig die Schreckschusswaffe des erst 17-jährigen Räubers geschnappt und den Burschen damit bedroht. Bei einer anschließenden Rangelei wurden beide verletzt. "Es kam zu einem Kampf auf Leben und Tod", so der Zeuge.

Gegen 21.15 Uhr betrat der mit einer Sturmhaube maskierte 17-Jährige die Tankstelle in der Donaufelder Straße. Er bedrohte die 53 Jahre alte Pächterin mit einer Waffe - einer Schreckschusspistole, wie sich später herausstellte - und forderte: "Das ganze Geld her!"

Die Frau entnahm daraufhin Geld aus der Kassenlade und legte die Scheine auf das Pult. Um das Bargeld an sich zu raffen, legte der 17-Jährige die Pistole weg. In diesem Moment griff sich Godley N. beherzt die Pistole des Räubers, um diesen damit in Schach zu halten. Doch statt aufzugeben, grinste der Maskierte hämisch und sagte: "Die is eh leer!" Daraufhin versetzte der Kriminelle dem tapferen Kunden einen Faustschlag ins Gesicht.

"Wehrte mich mit Händen und Füßen"
"Ich dachte aber nicht daran, klein beizugeben, und wehrte mich gegen die Attacken des Räubers mit Händen und Füßen. Es kam zu einem Kampf auf Leben und Tod", so der mutige Zeuge zur "Krone".

Obwohl der Koch aus Ghana einen Kopf kleiner als der Räuber ist, gelang es ihm schließlich, diesen gemeinsam mit der resoluten Pächterin und einem Tankwart bis zum Eintreffen der Polizei festzuhalten. Der 17-Jährige, der sich nur mit einer Klubkarte ausweisen konnte, wurde festgenommen und befindet sich in Haft.

Bei dem heftigen Gerangel wurde Godley N. an der Hand verletzt. "Ich konnte den Täter doch nicht einfach laufen lassen", so der 32-Jährige bescheiden.

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