Di, 21. November 2017

„Zu 99 Prozent“

09.01.2014 16:58

Hirscher greift nur zweimal nach Olympia-Gold

Im Skiweltcup könnten jetzt wieder Hirscher-Festspiele beginnen - von Adelboden am Wochenende bis zur Olympia-Generalprobe in Garmisch stehen in drei Wochen gleich sechs Technik-Bewerbe auf dem Programm: zwei Riesentorläufe sowie vier Slaloms. Und dazu für Marcel Hirscher der Super-Kombi-Auftritt auf dem Hahnenkamm, der aber eine Eintagsfliege bleiben dürfte.

Am Donnerstag trainierte Hirscher auf der steirischen Reiteralm, am Freitag kommt er nach Adelboden, wo am Samstag der klassische Riesentorlauf und am Sonntag der Slalom gefahren wird – für ihn der Auftakt zu wahren "Monster-Wochen". Mit den Slalom-Thrillern in Wengen, Kitzbühel und Schladming sowie seiner Rennpremiere auf der Kitzbüheler Streif: In zwei Wochen startet er dort auch im Super-G, der gemeinsam mit dem Slalom zur Kombi-Wertung zählt.

In Sotschi nur Slalom und RTL
Was auch der Hauptgrund für das Hirscher-Antreten ist. Was aber andererseits nichts an seinen Plänen für die Olympischen Spiele in Sotschi ändert. Dort wird der Superstar trotzdem nur in seinen Parade-Disziplinen Riesentorlauf und Slalom nach Gold greifen. "Und zu 99 Prozent", erklärt sein Trainer Mike Pircher, "wird sich daran auch nichts ändern!"

Die Gründe, warum er bei Olympia auf Kombi und Super-G verzichten wird, liegen dabei auf der Hand:

  • Für die Kombination müsste Hirscher über eine Woche früher als sonst nach Russland reisen, auch zumindest ein oder zwei Abfahrtstrainings mitfahren. "Der Aufwand", so Pircher weiter, "wäre einfach zu groß, und es würde dadurch wertvolle Vorbereitungszeit auf die technischen Disziplinen verloren gehen!"
  • Und was den Super-G betrifft, kommt ihm einfach die Strecke in Sotschi nicht sonderlich entgegen. Weil der obere, Riesentorlauf-ähnliche Teil nur in der Abfahrt gefahren wird. "Unten ist es dann recht flach", so Pircher, "und da macht das wahrscheinlich wenig Sinn."

"Das ist mir im Moment ziemlich Banane"
Hirscher wird bei Olympia somit nur zweimal zu bestaunen sein, dafür in den nächsten Wochen umso öfter im Weltcup, dem derzeit natürlich auch noch sein Hauptaugenmerk gilt. Im Gegensatz zu den vergangenen beiden Jahren, in denen er die Gesamtwertung gewann, liegt er heuer vor Adelboden hinter dem Norweger Aksel Lund Svindal. Marcel mit seiner ganz typischen Coolness: "Aber das ist mir im Moment ziemlich Banane."

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