Di, 21. November 2017

Marode Gasleitung

09.01.2014 16:44

Mieter: „Wir sitzen auf einer tickenden Zeitbombe“

Der Rost frisst sich durch die Metallwand des Rohres und bröckelt in dicken Schichten ab. Die morsche Leitung, durch die Gas strömt, ist meterlang gar nicht an der Kellerdecke verankert. Seit Monaten kämpft ein Mieter um Unterstützung des Wiener Energiebetreibers - bislang allerdings vergebens.

Zwei Fachgeschäfte, ein Unternehmen und zehn private Mieter sind im Objekt auf der Meidlinger Hauptstraße untergebracht. Einer davon, Pascal Kellermayr, stieß nach den Sommerferien im nassen Keller auf die Gaszuleitung, die ihre besten Zeiten seit Langem hinter sich haben soll (siehe Bilder). Der 40-Jährige schlug sofort bei der Hausverwaltung Alarm.

Ein Experte des Wiener Energiebetreibers nahm sich der Sache an - und "sicherte" das morsche Rohr mit gelbem Lack. "Das eigentliche Problem hat aber keiner zur Kenntnis genommen", ärgert sich Kellermayr. Er aber ließ nicht locker - nachdem sich der gelbe "Farbschutz" wieder vom Rohr verflüchtigte, urgierte er ein weiteres Mal. "Ist schon angeschaut worden", hieß es.

Gasleitung schon 60 Jahre alt
"Wenn dieses Rohr bricht", ließ sich Kellermayr dann von einem Sachverständigen aufklären, "reichen 4 bis 16 Prozent Gaskonzentration, um durch Lichtaufdrehen das ganze Haus in die Luft zu jagen." Immerhin soll die Leitung mittlerweile 60 Jahre auf dem Buckel haben. "Wir sitzen auf einer tickenden Zeitbombe", so der Mieter besorgt.

Im September 2013 machte Kellermayr zum ersten Mal auf den Missstand aufmerksam - kommenden Montag, im Jahr 2014, wollen sich Verantwortliche der Stadt das Rohr doch noch "einmal anschauen"...

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