Di, 22. Mai 2018

Australien

09.01.2014 10:44

Tödliche Hitzewelle: 100.000 Fledermäuse "gekocht"

Die Hitze in Australien hat binnen kürzester Zeit 100.000 Fledermäuse regelrecht gekocht und tot zu Boden fallen lassen, schlägt eine Tierschutzorganisation Alarm. Auch die Menschen leiden: Vielerorts im nordöstlichen Bundesstaat Queensland verbreiten die Kadaver Gestank, zudem warnen Gesundheitsexperten, die toten Tiere könnten das Grundwasser verseuchen.

Dennoch gilt in Queensland derzeit als oberste Regel: Privatpersonen sollten die Fledermäuse nicht anfassen, denn unter den vielen Kadavern befinden sich auch stark geschwächte Tiere, die über Bisse und Kratzer gefährliche Viren verbreiten könnten.

Mindestens 25 Kolonien ausgelöscht
Stattdessen versuchen die Tierschützer der Organisation RSPCA, so viele Tiere wie möglich zu retten. Meist aber bleibe ihnen nur, das Leiden der Fledermäuse durch Einschläfern zu verkürzen, so die verzweifelten Helfer. Mindestens 25 Kolonien seien wohl komplett ausgelöscht worden, darunter mindestens eine als gefährdet eingestufte Art. In vielen Bäumen seien nur noch sterbende Fledermaus-Waisen übrig, so eine Tierschützerin gegenüber der australischen Zeitung "Courier Mail".

Temperaturen über 43 Grad
Schuld am Massensterben ist eine Hitzewelle mit Temperaturen über 43 Grad - tödlich für Fledermäuse, so RSPCA. Es handle sich um "eine Katastrophe für alle Fledermaus-Kolonien im südöstlichen Queensland", erklärte Sprecher Michael Beatty gegenüber Medien. "Das wird offensichtlich einen ziemlich verstörenden Einfluss auf diese Kolonien haben - und diese Kolonien sind wesentlich für unser Ökosystem."

Bergeweise Kadaver - Gefahr für Wasser
Neben diesen langfristigen Folgen kämpfen die menschlichen Einwohner von Queensland derzeit vor allem mit den unmittelbaren Auswirkungen des Tiersterbens: Vielerorts verstöre die Anwohner nicht nur das Bild Tausender toter Fledermäuse, sondern vor allem der Gestank der Kadaver, berichten australische Medien. Die Tiere seien massenhaft tot zu Boden gefallen, manche hingen aber auch noch in Bäumen oder würden von Maden gefressen. Nun sollen die Tierkörper so schnell wie möglich eingesammelt und vernichtet werden, schließlich droht die Verunreinigung des Grundwassers.

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