Sa, 25. November 2017

Scharfer Wettbewerb

07.01.2014 14:01

Gewinneinbruch bei Samsung im Weihnachtsgeschäft

Hohe Bonuszahlungen an Mitarbeiter und der scharfe Wettbewerb mit Apple haben Samsung im wichtigen Weihnachtsgeschäft einen Gewinneinbruch eingebrockt. Im operativen Geschäft verdiente der südkoreanische Konzern von Oktober bis Dezember mit 8,3 Billionen Won (5,7 Milliarden Euro) knapp ein Fünftel weniger als noch im dritten Quartal. Der Betriebsgewinn ging voraussichtlich um 6,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal zurück. Im Vergleich zum dritten Quartal ist dies ein Rückgang von sogar 18,3 Prozent.

Der weltgrößte Smartphonehersteller hatte jüngst geschätzt eine Milliarde Dollar (735 Milliarden Euro) zum 20. Jahrestag der "New Management"-Strategie an seine Mitarbeiter ausgeschüttet. Konzernchef Lee Kun-hee hatte 1993 seine Manager aufgefordert, alles auszuwechseln "mit Ausnahme der eigenen Frauen und Kinder", um Samsung von einem regionalen Fernsehhersteller zum weltweiten Technologieführer zu machen. Seitdem hat Samsung Sony bei Fernsehern, Nokia bei Mobiltelefonen und Apple bei Smartphones überholt.

Analysten waren gleichwohl überrascht von dem kräftigen Rückgang des operativen Gewinns. Neben unerwartet hohen Bonuskosten habe offensichtlich auch die Gewinnmarge im Smartphonegeschäft angesichts hoher Kosten für Werbung gelitten, sagte Lee Seung-woo, Analyst von IBK Investment & Securities. Den 8,3 Billionen Won operativen Gewinn stand eine Analystenerwartung von durchschnittlich 9,7 Billionen gegenüber.

Klima für Samsung derzeit so rau wie nie
Das Klima ist derzeit für Samsung so rau wie nie, seit der Konzern 2007 in die Smartphone-Produktion eingestiegen ist. Dafür ist auch der starke Rivale Apple etwa auf den Märkten in den USA und Japan verantwortlich. Viele Analysten erwarten nur noch einen leichten Gewinnanstieg in der Smartphone-Sparte, die zwei Drittel zum operativen Gewinn des Konzerns beiträgt. Manche Experten halten gar einen leichten Gewinnrückgang für möglich.

Und der Druck auf Samsung bleibt hoch: Mitte Jänner wird Apple erstmals auch seine iPhones den 700 Millionen Kunden des weltgrößten chinesischen Mobilfunkanbieters China Mobile anbieten können.

Kompensation durch Speicherchip-Geschäft
Samsung ist nicht nur Marktführer bei Mobiltelefonen, sondern auch bei Chips und Flachbildschirmen. Die Preise für Speicherchips sind zuletzt gestiegen, Analysten rechnen daher damit, dass Samsung das langsamere Wachstum bei seinen Smartphone-Gewinnen damit ausgleichen kann.

Seine kompletten Quartalszahlen will der Konzern am 24. Jänner bekannt geben. Dann gibt das Unternehmen auch bekannt, wie hoch der Nettogewinn ausgefallen ist. Der Umsatz in den letzten drei Monaten des Jahres wird sich der Prognose vom Dienstag zufolge auf 59 Billionen Won belaufen. Im Jahresvergleich ist dies ein Plus von 5,2 Prozent, im Vergleich zum Vorquartal ein winziges Minus von 0,1 Prozent.

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