Mo, 21. Mai 2018

Gefühlte -40 Grad

07.01.2014 20:14

Arktische Rekordkälte hält USA fest im Griff

Die schlimmste Kältewelle seit 20 Jahren lässt Millionen Amerikaner weiter zittern. Nach dem Mittleren Westen hat die arktische Rekordkälte nun auch die Nordostküste des Landes fest im Griff. In zahlreichen Städten wurden am Dienstag die niedrigsten Temperaturen seit mehreren Jahrzehnten gemessen. Große Teile der Bevölkerung hatten bereits am Montag gefühlte Temperaturen von minus 40 Grad und tiefer erlebt. Tausende Flüge mussten gestrichen werden, der Ölpreis stieg leicht an.

Bisher hatte die arktische Kälte vor allem das Leben im Mittleren Westen gelähmt. Nun erreichte die Kaltfrontspirale auch den Nordosten der USA. New York erlebte einen dramatischen Temperatursturz von plus zwölf auf unter minus 10 Grad binnen 24 Stunden. Im Central Park zeigte das Thermometer Dienstag früh minus 16 Grad an. Gefühlt war es wegen starker Winde sogar noch viel eisiger. Ein Minusrekord wird laut US-Wetterdienst in New York wohl nicht aufgestellt werden, ein derartiger Temperatursturz sei aber "sehr, sehr selten".

Neue Minus-Rekorde im Süden
Auch in den Neuengland-Staaten hatten die Behörden die Bevölkerung bereits am Montag aufgerufen, sich auf extreme Kälte und eisige Windböen vorzubereiten. Selbst in den Südstaaten, wo es um die Jahreszeit normalerweise vergleichsweise mild ist, wurden dann am Dienstag neue Minus-Rekorde aufgestellt, etwa in Atlanta im Bundesstaat Georgia. Dort war es mit 14 Grad unter null so kalt wie seit 44 Jahren nicht mehr. Bereits am Montag war es in der Metropole kälter als in der russischen Hauptstadt Moskau. Sogar das wärmeverwöhnte Florida war von Nachtfrost betroffen.

Insgesamt sind mehr als 140 Millionen Amerikaner von der Kältewelle betroffen - mehr als ein Drittel des Landes. In mehreren Metropolen - darunter Chicago, wo am Dienstag minus 23 Grad gemessen wurden - bleiben die Schulen weiter geschlossen. Laut Meteorologen dauert die Kältewelle mindestens bis Mitte der Woche an. In den vergangenen Tagen starben laut Medienberichten mindestens zwölf Menschen durch die eisige Kälte.

Auch Raumfahrt betroffen: Privater Frachter gestrandet
Mehr als 4.300 Flüge fielen dem Wetter zum Opfer. Weitere 6.500 Verbindungen waren verspätet. Auch die Raumfahrt ist betroffen: Wie die Weltraumbehörde NASA mitteilte, wurde der Start des privaten Raumfrachters "Cygnus" zur Internationalen Raumstation ISS wegen der eisigen Temperaturen um mindestens einen Tag verschoben. Er soll jetzt frühestens am Mittwoch abheben.

Die Ölpreise sind am Dienstag leicht gestiegen. In der Früh kostete ein Barrel der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Februar 107,23 US-Dollar (78,8 Euro). Das sind um 50 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass amerikanisches Rohöl der Sorte WTI stieg um 18 Cent auf 93,61 Dollar. Laut Händlern befeuert die Kältewelle die Kauflaune am Ölmarkt, der ungewöhnlich harte Winter habe eine stärkere Nachfrage nach Heizöl zur Folge.

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