Sa, 18. November 2017

„Intel RealSense“

07.01.2014 08:42

Computer sollen „menschenähnliche Sinne“ bekommen

Um die Bedienung von Computern zu vereinfachen, möchte Intel sie mit "menschenähnlichen Sinnen" ausstatten. Der US-Chiphersteller stellte zu diesem Zweck auf der CES in Las Vegas zusammen mit anderen Unternehmen eine neue Familie von Hard- und Softwareprodukten mit dem Namen "Intel Real Sense" vor. Eines der ersten Produkte dieser neuen Familie ist die "RealSense 3D Kamera". Das laut Herstellerangaben weltweit erste integrierte 3D- und 2D-Kameramodul soll Geräten eine Tiefenwahrnehmung ähnlich jener des menschlichen Auges spendieren.

"Wir würden gerne mit IT-Geräten so kommunizieren, wie wir das miteinander tun", sagte Intel-Manager Mooly Eden zum Auftakt der CES am Montag in Las Vegas. "Seit Jahrzehnten müssen Menschen neue Sprachen, Techniken und Kommandos lernen, damit ein Gerät das tut, was man von ihm will. Mit der RealSense-Technologie wollen wir das umkehren. Das Gerät soll lernen und uns verstehen", so Eden.

Die Full-HD-Kamera verfügt dazu über einen Tiefensensor, um Vordergrund von Hintergrund zu unterscheiden, und soll in der Lage sein, selbst einzelne Finger des Anwenders zu erkennen, um eine extrem genaue Gestensteuerung zu ermöglichen. Hinzu kommt eine Gesichtserkennung, die Bewegung und sogar Emotionen erfasst. Außerdem verbessere sie Augmented-Reality-Anwendungen, könne 3D-Objekte scannen und vieles mehr, so Intel.

Eden demonstrierte, wie ein Notebook mit Handbewegungen vor der Kamera bedient werden kann. Mithilfe der Gesichtserkennung sollen Nutzer Programme steuern können, indem sie nach rechts oder links schauen. Lenovo, Asus, Acer, HP und Dell sind unter den ersten Herstellern, die die Kamera in ihre Geräte einbauen wollen. Ab der zweiten Jahreshälfte 2014 sollen diese verfügbar sein.

Zusammen mit dem Unternehmen 3D Systems will Intel dann auch eine Scanning-Software namens Sense herausbringen, die die Editierung und das 3D-Drucken auf Intel-basierten Geräten mit der neuen 3D-Kamera erlauben soll.

Persönlicher Sprachassistent
Um den "Gehörsinn" von Computern zu verbessern, gab Intel außerdem bekannt, dass die nächste Generation von Nuances Sprachassistent "Dragon Assistant" ab sofort auf 2-in-1-Geräten, Ultrabooks und All-in-one-PCs von Acer, Dell, HP und Lenovo verfügbar ist. Gleiches gilt ab Anfang 2014 auch für Geräte von Asus und Toshiba. Außerdem soll die Software erstmals auch auf Tablets zur Verfügung stehen, beginnend mit Geräten von Lenovo Anfang 2014.

Der Sprachassistent soll einen "Dialog" mit den Geräten erlauben und es Anwendern – ähnlich Apples Siri – etwa ermöglichen, auf Zuruf Musik abzuspielen, Inhalte im Internet zu finden oder bestimmte Antworten zu liefern. "Dragon Assistant" könne auch den Kalender überprüfen, Navigationssoftware bedienen, Flüge finden, einen Tisch im Restaurant buchen oder Notizen aufnehmen, so Intel.

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