Mo, 18. Dezember 2017

Verschwand aus Heim

05.01.2014 10:25

Lottogewinner: "Sparen? Könnte morgen tot sein!"

120 Millionen Euro im Euromillionen-Topf - auf die spitzt Egon Hauber (Bild). Der 82-jährige Linzer war - wie berichtet - nach einem 25.000-Euro-Lottogewinn aus einem Pflegeheim verschwunden. Seit dem 2. Weihnachtsfeiertag ist er wieder da. Das meiste Geld ist weg - ab Februar wird er wieder die Obdachlosenzeitung verkaufen.

Samstag, kurz vor 11 Uhr. "Gleich sperren sie auf", erklärt Egon Hauber vorm Casino in Linz. Minuten später sitzt er an einem seiner beiden Lieblingsautomaten. "Wenn ich gewinn', bleibe ich, sonst geh' ich gleich wieder", erklärt er, und langsam klettert die Anzeige des Gewinns nach oben.

Das Glück ist ein Vogerl, hat auf der Schulter des 82-jährigen Linzers ein kleines Nesterl gebaut. Ein filigranes, das sicher nicht lange hält. Aber das ist dem Ex-Fremdenlegionär, der neben einer Gaspistole auch eine Urkunde der Legion aus dem Jahr 1957 dabei hat, egal: "Ich bin 82 und könnte morgen tot sein. Für wen spare ich?"

"Hab' mich verwöhnen lassen wie ein Millionär"
Also ist es ihm auch egal, dass vom 25.000-Euro-Gewinn nicht mehr viel übrig ist. Das meiste ging bei einem Neun-Tage-Urlaub in Bad Mitterndorf drauf. Dort besuchte er eine Freundin, die er im Spital kennengelernt hatte - weil zu seinem Glück fehlt dem rüstigen Senior eigentlich nur eine Frau. Sie und ihre drei Kinder lud er ein, machte Geschenke und ließ es sich im Vier-Sterne-Hotel gut gehen, kaufte auch für sich schöne Dinge. "Da geht das Geld schnell weg. Aber ich hab' mich verwöhnen lassen wie ein Millionär. Schön war's", erklärt der 82-Jährige.

Nun tauchte Egon Hauber wieder im Pflegeheim "Sonnenhof" in Linz auf - hier hatte man nach seinem Verschwinden Alarm geschlagen: "Ich hab' mich halt nicht abgemeldet", so der Pensionist.

"Ab Februar verkauf' ich wieder die 'Kupfermuckn'"
Jetzt fährt er jeden Tag im Taxi in die Stadt, geht auf einen Kaffee und hofft, dass das Glücks-Vogerl ihm ein bisserl hold bleibt. Acht Euromillionen-Scheine hat er gespielt, 100 Euro gewonnen - und wieder eingesetzt, da am Dienstag Millionen winken. Aber falls die Lottofee einen schlechten Tag hat, gibt es einen "Plan B". "Ab Februar verkauf' ich wieder die 'Kupfermuckn', wie die zehn Jahre zuvor." Aber dann mit Stil, neu eingekleidet in Steirer-Tracht. "Allein der Hut hat 250 Euro gekostet", schmunzelt Hauber.

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