Do, 24. Mai 2018

Wetterkapriolen

05.01.2014 18:04

Rekordkälte in den USA, Hitzewelle in Südamerika

Die Menschen in Teilen der USA leiden unter einer extremen Kältewelle. Meteorologen warnen vor den tiefsten Temperaturen seit 20 Jahren. Bis Sonntag kamen laut CNN mindestens 13 Menschen wegen der Kälte ums Leben. Auch der Süden des Kontinents meldet Wetterextreme: In Brasilien ist es mit über 40 Grad ungewöhnlich heiß.

In den USA sind rund 20 Bundesstaaten von der Kältewelle betroffen. In North Dakota und anderen Teilen des mittleren Westens hatte der Nationale Wetterdienst für Sonntag Temperaturen von minus 30 Grad vorausgesagt, die gefühlte Temperatur könnte bei starken Windböen sogar auf minus 50 Grad sinken. Bis in den südlichen Bundesstaat Alabama sollte die arktische Kaltfront die Temperaturen unter den Gefrierpunkt drücken.

Elf Menschen starben in den USA bei Verkehrsunfällen. Im Staat Wisconsin erlag ein Mann einer Unterkühlung. Im Bundesstaat New York wurde eine an Alzheimer erkrankte ältere Frau 90 Meter von ihrem Haus tot aufgefunden. Obdachlose versuchten in Notunterkünften, sich vor Erfrierungen zu retten.

Tausende Flüge gestrichen
Weil Flugzeuge auf den vereisten Pisten nicht starten oder landen konnten, saßen weiter Tausende Passagiere in den USA auf Flughäfen fest. Seit Beginn des Schlechtwetters am Donnerstag sind laut dem Flugportal FlightAware.com mehr als 7.000 Flüge gestrichen worden.

Auf dem New Yorker Kennedy-Flughafen ist ein Passagierflugzeug am Sonntag von der Bahn abgekommen und in einen Schneehaufen gerutscht. Die 35 Passagiere blieben unverletzt. Die Maschine aus Toronto war sicher auf einer Runway gelandet, dann aber auf dem Weg zum Terminal in den Schnee gerutscht.

Südamerika: Gefühlte Temperatur bei 50 Grad
Während die Menschen im nordamerikanischen Winter frieren, stiegen in Teilen Südamerikas die Sommertemperaturen auf Spitzenwerte. Die von der Feuchtigkeit abhängige gefühlte Temperatur sei am Freitag und Samstag sogar auf 50 Grad gestiegen, erklärte eine Meteorologin der Zeitung "Jornal do Brasil". In den beiden Flughäfen Rios klagten zahlreiche Reisende, weil die Kühlanlagen nicht richtig funktionierten. Um Weihnachten hatte bereits eine ungewöhnliche Hitzewelle, begleitet von tagelangen Stromausfällen, die Bewohner der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires geplagt.

Werte von mehr als 40 Grad lösten in Rio de Janeiro die Feuerlöschanlage eines Einkaufszentrums aus. Im eleganten Stadtteil Leblon im Süden der brasilianischen Metropole wurden die Besucher eines Shopping-Centers deshalb unerwartet von den Sprinklern erfrischt, wie das Nachrichtenportal "G1" unter Berufung auf die Geschäftsführung des Centers berichtete.

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