So, 19. November 2017

Im Spital gestorben

04.01.2014 17:22

44-jähriger Pinzgauer prügelte Freundin zu Tode

Ein Pinzgauer ist wegen des Verdachts der absichtlich schweren Körperverletzung mit Todesfolge am Freitag in Graz festgenommen worden. Der 44-Jährige soll am 23. Dezember 2013 auf seine gleichaltrige Freundin aus Neukirchen im Pinzgau in ihrer Wohnung so brutal eingeschlagen haben, dass sie vier Tage später ihren Verletzungen erlegen ist.

Als die Pinzgauerin von Rettungskräften einen Tag vor Weihnachten ins Krankenhaus Mittersill gebracht wurde, bestand zuerst nur ein Verdacht auf eine Medikamentenvergiftung. Ihr Freund - er stammt aus Mittersill - hatte angegeben, dass er die Frau regungslos im Bett aufgefunden hatte.

Weil ihr Gesundheitszustand sehr kritisch war, wurde sie in eine Klinik nach Salzburg überstellt. Die Ärzte des Spitals stellten eine Hirnblutung fest. Da eine Gewalttat nicht mehr auszuschließen war, brachte das Krankenhaus eine Verletzungsanzeige bei der Polizei ein.

"Multiple Gewalteinwirkungen auf Kopf, Brust und Arme"
"Es erfolgten weitere Einvernahmen. Fremdeinwirkung konnte nicht mehr ausgeschlossen werden", sagte Polizeisprecher Michael Rausch. Die Staatsanwaltschaft ordnete eine Obduktion an. Dem vorläufigen Ergebnis zufolge wurden "multiple Gewalteinwirkungen auf den Kopf, den Brustbereich sowie auf beide Arme" der Frau festgestellt. Die Summe dieser äußeren, mechanischen Gewalteinwirkungen wurde als Todesursache angenommen.

Nach weiteren Ermittlungen durch das Landeskriminalamt Salzburg konkretisierte sich der Tatverdacht auf den Freund der Verstorbenen. Der Mann wurde am Freitagnachmittag um 16 Uhr im Stadtgebiet von Graz festgenommen.

Ehepaar geriet in handfesten Streit
Der Beschuldigte schilderte den Beamten, dass er sich in der Nacht auf den 23. Dezember nach mehreren Lokalbesuchen und nach dem Konsum von Alkohol und Medikamenten gemeinsam mit der 44-Jährigen in deren Wohnung in Neukirchen aufgehalten habe. Gegen Mitternacht sei es zwischen ihm und seiner Freundin zu einer heftigen tätlichen Auseinandersetzung gekommen.

"An den genauen Verlauf will er sich aber nicht mehr erinnern können", heißt es im Polizeibericht. Offenbar haben sowohl der Mann als auch die Frau Alkohol getrunken und Medikamente eingenommen.

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