Sa, 16. Dezember 2017

Wohnungen evakuiert

03.01.2014 17:41

T: Erste heiße Spur nach Explosion mit Verletztem

Nach der Explosion in einer Laube vor einem Wohnhaus in der Tiroler Gemeinde Zirl, bei der - wie berichtet - ein 62-Jähriger am Donnerstagvormittag schwere Verletzungen am rechten Fuß erlitten hatte, gibt es offenbar eine erste heiße Spur. So konnte laut Polizei im Zuge von Befragungen eine Person ausgeforscht werden, die zugab, vor geraumer Zeit mit chemischen Substanzen experimentiert zu haben.

Bei den Experimenten dürfte ein hochexplosiver Stoff entstanden sein, der später in kleine Gefäße abgefüllt und in der Laube verwahrt worden sein dürfte, hieß es. Der Grund für diese Vorgangsweise sei Gegenstand der weiteren kriminalpolizeilichen Ermittlungen. Aus welchen Stoffen sich die chemische Substanz zusammensetzt, wurde von der Polizei nicht bekannt gegeben.

Befragungen im Umfeld fortgesetzt
Auf Nachfrage wollte Christoph Hundertpfund, stellvertretender Leiter des LKA, keine näheren Angaben zu der befragten Person machen. Auch wolle man derzeit nicht von einem dringend Tatverdächtigen sprechen, erklärte er. Die Befragungen würden fortgesetzt werden.

Unterdessen wurde laut LKA auch am Freitag die Durchsuchung der Laube fortgesetzt. Dabei seien weitere Beweismittel sichergestellt worden. Diese würden dem Bundeskriminalamt zur weiteren Auswertung übermittelt, berichtete die Polizei. Im Zuge der Durchsuchung hätten die Beamten unter anderem Munition sowie eine abgesägte Schrotflinte in der Laube gefunden.

Das 62-jährige Opfer wurde am Freitag noch nicht befragt, erklärte Hundertpfund. Der Schwerverletzte war am Donnerstag in der Innsbrucker Klinik operiert und dann auf die Normalstation verlegt worden.

15 Menschen wegen Explosionsgefahr evakuiert
Am Donnerstagabend waren 15 Menschen wegen Explosionsgefahr vorübergehend aus ihren Wohnungen nahe des Unfallorts evakuiert worden. Grund für diese Maßnahme waren verschiedenste in der Laube gefundene Behälter mit möglicherweise explosiven Substanzen. Diese wurden wenig später vom Entschärfungsdienst in unverbautes Gebiet gebracht und dort entsorgt.

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