Sa, 26. Mai 2018

Streit um Daten

03.01.2014 15:11

Plus 13,7% Arbeitslose in Wien

Die Zeit des Schönredens der Arbeitsmarkt-Daten ist längst vorbei: Auch von Wiens SPÖ wird bedauert, dass "Maßnahmen noch nicht die gewünschte Wirkung zeigen". Aber: Das Thema sei "nicht für politische Sticheleien geeignet". Das sieht die FPÖ anders: Sie verweist auf den hohen Ausländer-Anteil unter den Arbeitslosen.

Bereits 110.386 Menschen sind laut aktueller Statistik des AMS (wir berichteten) in Wien ohne Job - ein Plus von 13,7% gegenüber dem Vorjahr. Zeitgleich besuchen weitere 29.022 Arbeitslose verpflichtende Schulungen. Und zusätzlich versorgt die Stadt 126.520 Mindestsicherungsbezieher (ein Plus von 15%), also mehr als die Hälfte aller österreichischen Mindestsicherungsempfänger (Zahlen aus 2012).

Besonders auffallend in der Wiener Arbeitslosenstatistik: Seit Winter 2008 stieg dabei der Anteil der Zuwanderer um 20%. Laut Statistik Austria waren vor fünf Jahren 21.533 Ausländer unter den Jobsuchenden, im Herbst 2013 bereits 26.012.

"Von den 110.386 in Wien als arbeitslos gemeldeten Menschen wären somit mehr als 25% Zuwanderer. Das bestätigt doch, wie wichtig und richtig unsere Warnungen waren", wirft FPÖ-Klubobmann Johann Gudenus Rot-Grün "offensichtliches Versagen" vor.

SPÖ will kein politisches Kleingeld schlagen
Ein Sprecher von Wirtschafts-Stadträtin Renate Brauner kontert: "Bei diesem Thema politisches Kleingeld machen zu wollen, hilft niemandem. Wir nehmen das Thema sehr ernst und haben wirklich gute Beschäftigungsprogramme." Prinzipiell sei aber eine Umstrukturierung des Wiener Wirtschaftsraums im Gang: "Das Wirtschaftsressort ist mit allen großen Unternehmen in Gesprächen."

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