Mi, 23. Mai 2018

Explosion in Prag

02.01.2014 17:36

Waffenarsenal in Wohnung von Botschafter gefunden

Nach dem Tod des palästinensischen Botschafters in Prag durch die Explosion eines Safes hat die Polizei in der Residenz von Jamal al-Jamal ein Waffenarsenal gefunden. Polizeichef Martin Vondrasek sagte am Donnerstag im tschechischen Radio, er könne nicht genau sagen, um welche Waffen es sich handle. Sie seien in Tschechien jedoch nicht registriert.

Jamal war am Mittwoch tödlich verletzt worden, als er einen Safe in seiner neuen Residenz öffnete. Die Polizeisprecherin Andrea Zoulova sagte der Nachrichtenagentur AFP, die Detonation sei "wahrscheinlich durch ein auf der Tür des Safes angebrachtes Sprengstoffsystem" ausgelöst worden.

Nach den bisherigen Erkenntnissen der Polizei könnte eine in Tschechien illegale Tresorsicherung nach "unsachgemäßem Umgang" hochgegangen sein. Man arbeite intensiv mit einer Delegation palästinensischer Sicherheitsexperten zusammen, die in Prag eingetroffen sei, sagte die Polizeisprecherin.

Botschaftssprecher: "Keine Diebstahlsicherung"
Der Sprecher der palästinensischen Botschaft, Nabil al-Fahel, widersprach der Vermutung. "Nach unseren Informationen kann man davon ausgehen, dass es keine Diebstahlsicherung gab", sagte er. Der Safe sei "ziemlich alt" gewesen und Mitte der 80er-Jahre gekauft worden. Er habe kein integriertes Anti-Diebstahls-System gehabt.

Nabil al-Fahel widersprach Angaben des palästinensischen Außenministers Riad Malki, der Tresor sei über Jahrzehnte unbenutzt in einer Ecke gestanden. In den Safe sei regelmäßig Geld für den täglichen Zahlungsverkehr und die Bezahlung der Mitarbeiter der Botschaft gelegt worden.

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