So, 19. November 2017

Böen bis 100 km/h

02.01.2014 12:11

Föhn-Orkan droht Bergisel-Springen zu verblasen

Wenn die Wetterprognosen für Innsbruck stimmen, dann wird es zum zweiten Mal in der Geschichte der Vierschanzentournee kein Springen auf dem Bergisel geben. Denn die Meteorologen sagen für Samstag einen Föhnsturm mit Spitzen bis zu 100 km/h voraus.

2008 hatte es in Innsbruck die Premiere gegeben: Erstmals wurde ein Springen der Vierschanzentournee wegen eines Föhnsturms abgesagt. Dieses Szenario könnte sich auch bei der 62. Auflage wiederholen. Für den Freitag mit dem Qualifikationsspringen erwartet Monika Weis von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik in Innsbruck in der Höhe noch lediglich leichten Föhn, auch soll es aus dem Wipptal leicht wehen und in Innsbruck Westwind geben.

Orkan auf der Bergisel-Schanze?
"In der Nacht auf Samstag wird der Wind aber stark anziehen, und sich auf dem Bergisel bis zum Orkan entwickeln", prophezeit Weis. Auf der Bergisel-Schanze soll der Föhn immer noch mit 100 km/h (28 Meter/Sekunde) wehen. "Über eine Absage kann ich nichts sagen, das ist Sache der Veranstalter", betonte Weis.

Die Windnetze am Bergisel, die nach der Absage 2008 errichtet wurden, sind für Spitzen bis 20 Meter/Sekunde ausgelegt. "Ab rund 16 Meter/Sekunde ist ein Springen nicht möglich", erklärte Alfons Schranz, Chef des Organisationskomitees in Innsbruck am Donnerstag. "Wir warten derzeit auf neueste Prognosen."

"Werden einen Plan B diskutieren"
Wie es weitergehen soll, erläuterte Schranz Donnerstagmittag. "Wir haben am Abend eine Mannschaftsführersitzung, zuvor werden wir uns mit FIS-Renndirektor Walter Hofer zusammensetzen und einen Plan B diskutieren."

Dieser könnte dem von 2008 entsprechen: Damals wurde das Innsbruck-Springen nach Bischofshofen verlegt, wo zwei Springen stattfanden. "Wir vom OK wären bereit für ein Springen am Sonntag. Es hängen aber viele organisatorische Fragen davon ab, etwa die Fernsehzeiten oder ob wir für den ganzen Tour-Tross genügend Hotelbetten haben."

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